269 Anmeldungen

Die umfangreichen Diskussionen zur Gründung einer zweiten Gesamtschule in Ahlen waren auch Werbung für die Fritz-Winter-Gesamtschule, die oftmals als positives Beispiel zitiert wurde. Das diesjährige Anmeldeergebnis für die zukünftige Jahrgangsstufe 5 spiegelt das deutlich wider. Es sind phänomenale 269 Anmeldungen.

„Die Eltern wünschen sich einen Platz bei uns, weil sie sich für ihr Kind ein gutes Lernklima mit viel Teamarbeit, Leistungsorientierung und differenzierte Unterstützungssysteme wünschen“, resümiert Brigitte Horstkötter, die im Rahmen der Anmeldungen als Abteilungsleiterin für die Jahrgangsstufen 5 und 6 die meisten Gespräche geführt hat.

Der Zuspruch zur Fritz-Winter-Gesamtschule ist ungebrochen. Im vergangenen Jahr waren es 256 Anmeldungen. Es hat also sogar noch ein kleines Plus gegeben. Hintergrund des vorgezogenen Anmeldetermins sind Überhänge in den vergangenen Jahren, die stets dazu geführt hatten, dass auch Absagen ausgesprochen werden mussten. So wird es auch in diesem Jahr sein; denn den 269 Anmeldungen stehen nur 174 Plätze zur Verfügung.

Die Fritz-Winter-Gesamtschule bildet jedes Jahr sechs neue Klassen. Die Obergrenze je Klasse liegt aktuell in Nordrhein-Westfalen für Gesamtschulen bei 29 Schülerinnen und Schüler je Klasse. Das ergibt insgesamt 174 freie Plätze. Dem stehen nun 269 Anmeldungen gegenüber. Es müssen also 95 Absagen ausgesprochen werden. „95 Mädchen und Jungen kann ich nicht aufnehmen. Mir tut es um jede Absage leid. Zum Glück gibt es aber nun aber auch weitere Gesamtschulplätze an der zweiten Gesamtschule in Ahlen“, so der Schulleiter Alois Brinkkötter, dem die nicht leichte Aufgabe obliegt, die Absagen auszusprechen.

Über die Auswahlkriterien ist in den Informationsveranstaltungen bereits im Vorfeld informiert worden. Nach Beurteilung der eingereichten Härtefallanträge werden drei Leistungsgruppen gebildet. Leistungsgruppe 1 umfasst die Halbjahreszeugnisse mit einem Notendurchschnitt von 2,1 und besser. Leistungsgruppe 2 umfasst jene mit einem Notendurchschnitt von 2,4 und besser. Die übrigen Anmeldungen werden der Leistungsgruppe 3 zugeordnet. Sind in einer Gruppe mehr als ein Drittel der freien Plätze, wird geprüft, ob alle Geschwisterkinder Vorrang haben können und abschließend findet ein Losverfahren statt.

„Das Losverfahren innerhalb der einzelnen Leistungstöpfe ist vom Schulgesetz so vorgegeben und völlig unabhängig vom Ansehen der jeweiligen Person. Es ist ein faires Verfahren“, so der Schulleiter Alois Brinkkötter.