95 Abiturienten mit dem Reifezeugnis

„13 Jahre durchgeboxt“, so fassen die Abiturientinnen und Abiturienten der Fritz-Winter-Gesamtschule auf ihrem Abschluss-Shirt ihre Schulzeit zusammen. Dass beim Kampf um Zensuren, Abschlüsse und die Anerkennung von Lehrern und Mitschülern noch ganz viel anderes passierte und auch künftig passieren soll, das machte die Entlassfeier deutlich.

Schulleiter Alois Brinkkötter überreichte im Forum der Gesamtschule 95 Schülerinnen und Schülern ihr Abiturzeugnis, sechs Schülerinnen und Schüler erreichten den schulischen Teil der Fachhochschulreife, das Fachabitur. Er lobte die große Leistungsbereitschaft im Jahrgang, die zu den vielen guten und sehr guten Abiturzeugnissen beigetragen habe. Jeder Dritte habe eine Eins vor dem Komma.

Er erinnerte auch an die vielfältigen Kompetenzen, die alle Absolventen erreicht hätten und zählte dazu insbesondere das gesellschaftliche Engagement des Jahrgangs, welches auch nach der Schulzeit fortzusetzen sei: „Unsere Gesellschaft braucht Euer Engagement, Eure Teamfähigkeit, Eure Kreativität und Eure Sozialkompetenz.“

Dieses Engagement forderte auch Elternvertreterin Christiane Schäfer in ihrer Rede vor den Abiturientinnen und Abiturienten ein. „Jetzt seid ihr dran“, meinte sie und verwies darauf, dass die Abiturienten jetzt ihren eigenen Weg gehen müssten. „Ich möchte, dass Ihr den Unterschied macht!“, sagte sie und schlug einen Bogen zu aktuellen Problemen wie den Flüchtlingen im Mittelmeer oder dem aufkommenden Rechtsradikalismus. „Macht das Mosaik – das Gesicht dieser Gesellschaft – freundlich und bunt – baut Brücken, versteht einander und helft Euch!“

Die beiden Beratungslehrkräfte des Jahrgangs Heike Epping und David Schinowski gingen mit Boxhandschuhen versehen in den „Ring“ und würdigten den guten Zusammenhalt im Jahrgang, besonders nach der Kroatien-Kursfahrt. Oberstufenleiterin Claudia Wilmer wünschte: „Seid weiterhin offen, kritisch, kreativ und konstruktiv!“

Für die Reifegeprüften hielten Zoe Krefeld, Lea Thiemann und Mia Timofte die Abiturrede. Sie lobten die herzliche und freundliche Atmosphäre an der Fritz-Winter-Gesamtschule und das gute Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern. Sie erinnerten aber auch an die Zäsur nach der Klasse 10, als ein Teil der ehemaligen Mitschüler die Gesamtschule verließ und neue hinzukamen. „Insgesamt hatten wir einen guten Zusammenhalt im Jahrgang, die Abschlussfahrt nach Kroatien hat viel dazu beigetragen.“

Unterstützt wurde die Zeugnisfeier von Moderator Klaus Kamann und durch musische Beiträge von Schülerin Hale Güneri sowie der „Dance Company“. Nach der Ausgabe der Abiturzeugnisse war übrigens noch nicht Schluss mit Feiern. Beim „Abiturball“ in der Stadthalle einen Tag später feierten Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern in festlichem Rahmen das Abitur an der Fritz-Winter-Gesamtschule.