Anna Hellwig – Mit 15 Jahren schon eine komplette Berufsausbildung in der Tasche

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Jüngste Fremdsprachenkorrespondentin/Englisch Deutschlands – im Oktober 2015 hat Anna Hellwig, Schülerin Fritz-Winter-Gesamtschule, damals in der Jahrgangsstufe 9, von der Möglichkeit erfahren, zwei zusätzliche Stunden Wirtschaftsenglisch zu belegen und nach in der Regel zweieinhalb Jahren nach Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer in Dortmund eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin/Englisch erfolgreich abzuschließen.

„Alles, was mit der englischen Sprache zu tun hat, begeistert mich. Zwei zusätzliche Stunden waren für mich mehr Genuss als Belastung“, so die inzwischen Zehntklässlerin der Fritz-Winter-Gesamtschule.

Anna ist eine jener Schülerinnen, die in der Gesamtschule am sogenannten Drehtürmodell teilnehmen. Das bedeutet, dass sie als besonders begabte Schülerin bereits das ganze vergangene Jahr als Neuntklässlerin am Englischunterricht in der Jahrgangsstufe 10 teilgenommen hat. Und so ganz nebenbei hat sie sich dann in der absoluten Rekordzeit von 8 Monaten auf die Prüfungen vor der Industrie- und Handelskammer in Dortmund vorbereitet. Am 12. Mai fuhr sie zur schriftlichen Prüfung. Dann hieß es einige Wochen warten auf das Ergebnis. Und Anfang Juli, in der letzten Schulwoche des vergangenen Schuljahres, stand die mündliche Prüfung an.

„Nachdem ich den schriftlichen Teil bestanden hatte, wollte ich auch den mündlichen Teil bestehen und habe in den Wochen und Tagen davor täglich bis abends um 10 Uhr mit meiner Schwester gepaukt. Da hat mich der Ehrgeiz doch ein wenig gepackt“, so Anna im Gespräch mit dem Schulleiter Alois Brinkkötter und Daniela Salm von der Language Academy Lippstadt, die das zusätzliche Angebot in der Fritz-Winter-Gesamtschule anbietet.

Wesentliche Prüfungsteile in Dortmund waren: Telefongespräche, Zusammenfassung englischer Wirtschaftstexte (z. B. aus der TIMES) und die Beantwortung zahlreicher Fragen zu Wirtschaftsthemen aus Handel, Banken, Versicherungen, Renten- und Gesundheitssystemen.

Anna Hellwig findet auch das spannend. Wenn man nun denkt, dass die Berufsvorstellungen der jungen Schülerin in den Bereich der Wirtschaftslehre führen, der liegt falsch. Sie denkt eher an Medizin oder Psychologie. Der Umgang mit Menschen ist ihr wichtig. Falls sie dann ein Auslandssemester planen sollte, wird es sie aber ganz sicher in ein englischsprachiges Land führen.

Und da man diese Studiengänge in der Regel nur mit einem hervorragenden Notendurchschnitt erlangt, unterstreicht Daniela Salm von der Language Academy die Bedeutung ihrer erfolgreichen Ausbildung auch in dieser Hinsicht: „Deutsche Universitäten verbessern den Abiturdurchschnitt um aktuell bis zu 0,6 Punkte, wenn man diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. So kann aus 1,8 der Durchschnitt 1,2 werden.“ Gute Perspektiven für das Ausnahmetalent Anna Hellwig.

Für den Schulleiter Alois Brinkkötter ist Annas Erfolg auch ein Ergebnis der Zertifizierung als NRW-Europaschule und besonders der 2014 begonnenen Zusammenarbeit mit der privaten Sprachschule Language Academy in Lippstadt, deren Dozenten in die Fritz-Winter-Gesamtschule kommen. Zwei Jahre währt diese Kooperation schon und wurde aktuell ausgeweitet; denn die Ahlener Gesamtschule ist nun zentraler Studienort für alle Schülerinnen und Schüler aus Ahlen und Umgebung, also Mädchen und Jungen ab Jahrgangsstufe 7 aller Real-,  Sekundar- und Gesamtschulen sowie Gymnasien. Am 14. und 15. September (jeweils um 19 Uhr) stellt sich übrigens die Language Academy Lippstadt im Forum der Fritz-Winter-Gesamtschule allen interessierten Eltern vor.