Auf der Suche nach dem eigenen Potenzial

Foodprinter

Pilotprojekt zur Berufsorientierung im Jahrgang 9 der Fritz-Winter-Gesamtschule

Neue Wege in der Berufsorientierung geht die Fritz-Winter-Gesamtschule. In einem Pilotprojekt ermittelte jetzt der komplette 9. Jahrgang der Gesamtschule die individuellen Potenziale und Interessen mit Blick auf den Weg ins Berufsleben. Neben einer Gruppenübung stand dabei für alle der über 180 Schülerinnen und Schüler ein persönliches Auswertungsgespräch im Mittelpunkt.

„Die Schülerinnen und Schüler mussten in Kleingruppen eine Präsentation für ein neues Produkt auf der fiktiven Zukunftsmesse, Futura-Next-Generation‘ erarbeiten und vorstellen“, erklärt Berthold Jaster, Projektkoordinator an der Fritz-Winter-Gesamtschule. „Unsere Schüler waren sehr kreativ, so haben sie zum Beispiel eine Präsentation für einen Foodprinter, also einen Drucker, der Essen druckt, entwickelt.“

Geschulte Beobachter des Instituts für Bildungskooperation (IfBk) aus Münster beobachteten die Gruppenarbeit und erstellten für jeden Schüler eine individuelle Potenzialanalyse zu Stärken und Schwächen etwa in Sozialkompetenzen, Auftreten, Kommunikation oder handwerklichem Geschick. „Diese Rückmeldung wurde dann jedem Schüler in einem Einzelgespräch erläutert“, erklärt Jaster und hebt hervor, dass es gerade diese persönliche Rückmeldung sei, die sowohl von den Schülern als auch ihren Lehrern als besonders ergiebig bewertet wurde. Jaster: „Mit den beiden Praktika in Jahrgang 9 und den vorbereitenden Maßnahmen in Jahrgang 8 ergänzt die Potenzialanalyse unsere bestehenden Angebote zur Berufsorientierung sinnvoll.“

praesentation

Vier Hochschulen – die Universitäten Münster, Paderborn, Jena und Erfurt – begleiten das Projekt wissenschaftlich. Bis zum Schuljahr 2016/17 wird es in Münster und im Kreis Warendorf angeboten und ausgewertet. Zur finanziellen Ausstattung des aufwändigen Pilotprojektes trägt die Sparkasse Münsterland-Ost wesentlich bei.

Vom Sinn dieses Engagements ist Projektleiterin Anna Dieckmann überzeugt: „Innerhalb der kurzen Zeit ist es schon möglich viele Kompetenzen festzustellen.“ Sie hat aber auch festgestellt, „dass der Stand der Berufsvorbereitung bei den Schülern sehr unterschiedlich ist. Gleiches gilt auch für ihre Fähigkeiten sich selber einzuschätzen.“ Und welche Bilanz ziehen die Schüler? Murat Künne aus der Klasse 9.4 zieht diese: „Das Arbeiten und kreative Denken mit meinen Mitschülern war sehr aufregend. Ich glaube, viele haben viel Neues über sich erfahren.