Baggern für den Nachwuchs

FWGBauBus

Gleisbauern, Maurern oder Trockenbaumonteuren geht der Nachwuchs aus. An der Fritz-Winter-Gesamtschule warb jetzt der „BauBus“ des Bauindustrieverbandes NRW für einen der über 20 Ausbildungsberufe im Baugewerbe. Neben Info-Filmen und Broschüren gab’s auch Spiele mit dem Modellbaubagger oder einen –natürlich virtuellen – Bungeesprung vom Baukran.

In drei Gruppen erkundeten interessierte Schülerinnen und Schüler aus Technik- und Arbeitslehrekursen der Jahrgänge 9 und 10 in dem aufwändig umgebauten Gelenkbus die verschiedenen Bauberufe – vom Asphaltbauer bis zum Zimmerer. In einem Quiz mussten sie verschiedene berufsbezogene Aufgaben etwa zu Material, Maßen und Werkzeugen lösen. Für den Spaßfaktor waren ein hydraulisch gesteuerter Modellbaubagger oder das „BauBoard“ mit einer virtuellen und zugleich “bewegenden” Fahrt über eine Baustelle zuständig. In der „BauBox“ war ein fiktiver Bungee-Sprung von einem 70 Meter hohen Baukran möglich.

„Wir wollen unseren Schülerinnen und Schüler ein zusätzliches Angebot in der Berufsorientierung ermöglichen“, erklärte Studien- und Berufswahlkoordinator Berthold Jaster, der den Besuch des „BauBus“ an der Gesamtschule organisiert hat. Mit heimischen Industriebetrieben etwa aus dem Metall- oder Kunststoffbereich gebe es bereits gut funktionierende Kooperationen, die Infos zu den Bauberufen ergänzten dieses Angebot im Sinne der Schüler weiter.

Bauindustrie-Berufsberaterin Sylvia Heinrich warb mit besten Berufsaussichten und einem hohen Verdienst auf dem Bau. Außerdem sei die Vielfalt der Berufe sehr groß. „Die meisten denken doch immer nur an den Maurer und Straßenbauer.“

Und auch die körperliche Belastung sei nicht mehr so groß wie in der Vergangenheit. Heinrich selbst hat auch 15 Jahren auf dem Bau gearbeitet, verdient seit 18 Jahren aber als Sozialarbeiterin ihr Geld. „Und ich kann nicht sagen, dass die Zeit auf dem Bau immer die anstrengendere war.“

Ob die Bauindustrie NRW mit ihrer Botschaft bei den Schülerinnen und Schülern vorgedrungen ist, wird sich kurz vor den Sommerferien zeigen. Dann steht für den 9. Jahrgang der Fritz-Winter-Gesamtschule das 2. Schülerbetriebspraktikum an – vielleicht ja für einige Schülerinnen und Schüler auf dem Bau.