„Besser schlau statt blau“

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In der Fritz-Winter-Gesamtschule heißt es für die Jugendlichen der Mittelstufe jedes Jahr zur Karnevalszeit „Besser schlau statt blau“. „Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule erhalten ein umfassendes Bild von der Alltagsdroge, um einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol entwickeln zu können“, beschreibt Lehrerin Andrea Jaunich die Ziele der Präventionsarbeit, die von Hermann Wetterkamp (Quadro-Suchtberatung Ahlen), Sandra Bothe (Polizei Warendorf) und Manfred Gesch (Drogenberatung Ahlen) begleitet wird.

Dies gelingt mit viel Spaß und Abwechslung:

Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs probieren Rauschbrillen aus, sortieren Getränkeflaschen und Dosen, mixen in der Schulküche katerfreie Cocktails und lernen von Peter Johanns „Teakwondo“ als Alternative zum Alkoholkonsum kennen. Bleibenden Eindruck bei den Kids hinterlässt Timo Schüsseler (trockener Alkoholiker), der in sehr offenen Worten seinen Weg vom ersten Bier mit 14 bis zum totalen Zusammenbruch fast 20 Jahre später beschreibt.

Die Jugendlichen des 9. Jahrgangs sprechen in kleinen Gruppen mit den Fachleuten von Polizei und Drogenberatung über Jugendschutz und Alkoholmissbrauch, Strafdelikte und Gewalt sowie über Jugendalkoholismus und Beratungsangebote. Die schuleigenen Sanitäter klären über Komasaufen, Alkoholvergiftung und Rettungskette auf und von Erika Girke erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass „Tanzen schöner ist als Torkeln“.

„Die Projekttage sind bestens erprobt, denn sie finden in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt“, erklärt Andrea Jaunich dem Besuch aus anderen Ahlener Schulen: Die Schulsozialarbeiterinnern Nina Feldhaus (Städt. Gymnasium), Jennifer Odenbreit (Städt. Sekundarschule) und Manuela Schmidt (Regenbogenschulhaus) und der Sonderpädagoge Tobias Trautmann (Regenbogenschulhaus) hospitieren im Rahmen der Weiterentwicklung eines eigenen Präventionskonzeptes an der Fritz-Winter-Gesamtschule. Alle Gäste können beobachten, dass „Besser schlau statt blau“ bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut ankommt; das stimmige Konzept lässt die Jugendlichen die Risiken verstehen und macht sie stark für eine gesunde Handhabung von Bier, Wein & Co. .