Bibelnacht thematisierte die jüdisch-christliche Verbundenheit

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Mit dem Segen durch Pfarrer Willi Stroband wurden die Teilnehmer der sechsten Bibelnacht, die von den Fachkonferenzen evangelische und katholische Religionslehre der Fritz-Winter-Gesamtschule auf die Beine gestellt worden war, in das Wochenende entlassen.

Etwa 200 Mädchen und Jungen und deren Eltern nahmen am Freitagabend ab 18 Uhr an der sechsten Bibelnacht der Fritz-Winter-Gesamtschule statt. So wie in all den 10 Jahren zuvor stand der Abend unter einem besonderen Thema: Judentum und jüdische Kultur.

Zentral Anlaufstelle war der Stand von Birgit Beckmannshagen vor dem Forum, von wo aus die einzelnen Angebote in der ersten Etage angesteuert werden konnten. Dort war ein Skriptorium von Wiltrud Hölsken so eingerichtet worden, dass das Schreiben der Mönche nachempfunden werden konnte. Nebenan wurden biblische Geschichten zum kleinsten Theater der Welt mit viel Begeisterung vorgetragen. Ein Lesezelt, ein Gebetsraum und kreative Angebote wie Kerzen ziehen und Basteln christlicher Symbole ergänzten das Angebot an diesem Abend. Das Schwarzlichttheater war bei allen Vorstellungen komplett ausgebucht und beim Quiz „Wer wird Biblionär?“, moderiert durch Mark Valentin gab es sogar etwas ganz Konkretes, nämlich Kinogutscheine, zu gewinnen.

Insgesamt war die Bibelnacht aber ein Gewinn für alle. So haben es auch Pfarrer Willi Stroband und Dr. Hans-Jürgen Zacher empfunden, die Ansprechpartner für die mehr erwachsenen Besucher waren. Hans-Jürgen Zacher hatte zum Thema des Abends originale Steine der zerstörten Synagoge aus Werl mitgebracht. Er selbst hat sie vor einigen Jahren ausgegraben und stieß an diesem Abend auf ein höchst interessiertes Publikum, das seinen Worten, die scheinbar nie enden wollen, höchste Aufmerksamkeit schenkte.

Für das leibliche Wohl sorgte bei dieser Bibelnacht mal wieder die Schulmensa und einige besonders eifrige Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 10.

Für den musikalischen Höhepunkt sorgte die Gruppe „Gute Fraynd“ mit Hermann Schiefer an der Gitarre sowie mit Schifferklavier und Gesang, dem Kontrabass von André Brust und der Violine von Jutta Bednarz. Die jiddische Musik war sicherlich für viele der Teilnehmer ungewohnt, aber vielleicht entstand gerade auch deswegen sehr schnell eine wunderbare Atmosphäre von Melancholie und Nachdenklichkeit, aber auch von Fröhlichkeit und Leichte.