Brennen im großen Stil

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Selbst gebrannter Schnaps, wie zum Beispiel der im Chemieunterricht hergestellte, enthält giftige und Kater fördernde Stoffe. Um zu erfahren, wie trinkbarer Schnaps im Großmaßstab hergestellt wird, besuchten die Schülerinnen und Schüler des 11er-Chemiekurses der Fritz-Winter-Gesamtschule die Brennerei Eckmann in Waldstedde.

Dass übermäßiger Alkoholkonsum zu Kater führt, haben sicher schon viele erlebt. Im Zuge der eigenen Weinherstellung und der Weiterverarbeitung zu hochprozentigem Destillat sind die Schülerinnen und Schüler des Kurses der Frage auf dem Grund gegangen, welche Inhaltsstoffe den Kater eigentlich auslösen. Der Trinkalkohol, auch als Ethanol bezeichnet, ist es schon einmal nicht. Dieser entsteht, wie die anderen Kater auslösenden Stoffe beim Gärprozess als Hauptprodukt. Weiterhin entstehen dabei auch giftiges Methanol, Ethanal und Füselöle. Vor allem die Fuselöle, sowie das Ethanal sind für die Katerbildung verantwortlich.

In der Brennerei Eckmann in Walstedde, die von Theo Brüggemann geführt wird, wurde bis 2013 Korn gebrannt. Da aber 2013 das Branntweinmonopol von der EU abgeschafft wurde, kann seitdem jeder so viel Alkohol brennen, wie er möchte. Dies nutzten vor allem große Brennereibetriebe und drückten so den Alkoholpreis, dass sich das eigene Brennen für die Walstedder Brennerei wirtschaftlich nicht mehr lohnt.

Trotzdem erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Vorgänge der Brennerei, bei der auch hier an erster Stelle die Vergärung von durch Hefen fermentiertem Weizen steht. Die dabei entstehende Maische wird nach etwa drei Tagen, sofern sie vollständig vergoren wurde, destilliert. Bei diesem aufwendigen Destillationsprozess wird der Trinkalkohol von den Fuselölen und dem Methanol getrennt.

So kann gewährleistet werden, dass der Genuss des abgefüllten Korns bei verantwortungsvollen Mengen nicht zu unerwünschten Gesundheitsschäden führt.