Chancen und Probleme der Stammzellforschung

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Einblicke in aktuelle Themen der Stammzellforschung gewannen jetzt Oberstufenschülerinnen und -schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster. Beim Europäischen Stammzelltag „UniStem Day“ ging es neben den Chancen der Stammzellforschung auch um ethische Aspekte.

Der Biologie-Leistungskurs des 12. Jahrgangs um Lehrerin Rita Englisch sowie einige Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs gehörten zu den 27 000 Jugendlichen, die in diesem Jahr am Europäischen Stammzelltag teilnahmen. An 75 Universitäten und Forschungszentren in sieben europäischen Ländern wurde aktuelle Stammzellforschung aus erster Hand vermittelt.

Am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst, welche Stammzelltypen es gibt und was sie können. Dabei ergaben sich natürlich auch Fragen wie: Was können Stammzellen bei der Erforschung von Krankheiten und der Entwicklung neuer Medikamente leisten? Lassen sich mithilfe von Stammzellen ganz neue Organe herstellen?

„Besonders spannend war für mich die Führung durch die wissenschaftlichen Laborräume. Dabei konnten wir einer Wissenschaftlerin bei der Arbeit mit Zellkulturen über die Schulter schauen“, bemerkte Leon van der Linde. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsinstituts gingen dabei aber auch auf Fragen zu ihrem beruflichen Werdegang ein.

In kleinen Diskussionsgruppen wurden anschließend ethische Aspekte der Stammzellforschung erörtert. „Überrascht war ich davon, wie breit gefächert in unserer Gruppe die Positionen zu der Frage nach dem Beginn der Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens waren. Ich selbst bin bei dieser komplexen Frage immer noch nicht ganz entschieden. Das wird mich wohl noch länger beschäftigen“, fasste Charlotte Avenhövel ihre Gedanken am Ende dieses außergewöhnlichen Tages zusammen.