Cocktails ohne Alkohol – Trinkhalme ohne Plastik!

In der Fritz-Winter-Gesamtschule heißt es für die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe jedes Jahr zur Karnevalszeit „Besser schlau statt blau“.

„Das Projekt lässt die Jugendlichen unserer Schule die Risiken der Alltagsdroge verstehen und macht sie stark für eine gesunde und verantwortungsbewusste Handhabung von Bier, Wein & Co, wenn sie alt genug dafür sind“, beschreibt Lehrerin Andrea Jaunich die Ziele der Präventionsarbeit. Diese wird von Hermann Wetterkamp (Quadro Suchtberatung Ahlen), Manfred Gesch (Drogenberatung Ahlen), Timo Schüsseler (Ahlener Buchautor und trockener Alkoholiker), Julia Ulbrich (Psychologin), Peter Johanns (Satori Ahlen) und Erika Girke (Tanzschule Girke) unterstützt.

 

Dies gelingt mit viel Spaß und Abwechslung: Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs probierenRauschbrillen aus, sortieren Getränkeflaschen und Dosen, lösen Bilderrätsel und spielen Pantomime. In der Turnhalle lernen die Kids „Teakwondo“ als Alternative zum Alkoholkonsum kennen und in der Schulküche das Mixen katerfreier Cocktails. Und das geht nicht nur ohne Alkohol sondern auch ohne Plastik: Makkaroni-Nudeln halten eine Stunde ohne weich zu werden, beeinflussen den Geschmack des Getränks nicht und sind 100% biologisch abbaubar. Eine essbare Strohhalm-Alternative, die bei allen super ankommt!

 

Die Jugendlichen des 9. Jahrgangs sprechen in kleinen Gruppen über Jugendschutz und Alkoholmissbrauch, Strafdelikte und Gewalt sowie über Jugendalkoholismus und Beratungsangebote. Die schuleigenen Sanitäter klären über Alkoholvergiftung und Rettungskette auf. Darauf abgestimmt schauen die Schülerinnen und Schüler den Jugendkrimi „Filmriss“, der durch seinepackende Story emotionale Beteiligung erreicht und anschließend erfahren sie, dass „Tanzen schöner ist als Torkeln“.

 

„Die Projekttage sind bestens erprobt, denn sie finden in diesem Jahr bereits zum neunten Mal an unserer Schule statt“, erklärt Andrea Jaunich. „Und sie haben nach wie vor ihre Berechtigung: Viele Jugendliche glauben, Alkohol gehöre zum Feiern und Spaß haben immer dazu. Alkohol wirkt aber auf junge Menschen viel schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Rauschtrinken bei Schülerinnen und Schülern eine gefährliche Tatsache!“