Das Fundament ist gelegt

Abschied mit Wehmut: Die Zehntklässler der Fritz-Winter-Gesamtschule feierten in der Stadthalle.

„Au Revoir, Arrivederci, Güle Güle und Auf Wiedersehen“: Abschied tut immer ein bisschen weh. So empfanden es auch die Zehntklässler der Fritz-Winter-Gesamtschule, die am Donnerstag ihre Schulentlassung feierten.

Die Italiener sagen „Arrivederci“, die Franzosen „Au Revoir“, in der Türkei heißt es „Güle Güle“ und in Deutschland „Auf Wiedersehen“. Doch egal in welcher Sprache

und mit welchen Worten man sich verabschiedet: Es ist immer auch Wehmut dabei. Und die spürten die zehnten Klassen der Fritz-Winter-Gesamtschule am Donnerstagabend in der Stadthalle ganz deutlich. Denn so schön ihre Abschlussfeier mit Aushändigung der Zeugnisse auch war, bedeutete sie eben auch den Abschied von Mitschülern, den alt bekannten Klassenverbänden und für einige auch von der Schule, die sie sechs Jahre lang besucht hatten. Anlass genug für die Festredner, einmal zurückzublicken auf die Entwicklung, die die 176 Schüler in den vergangenen Jahren durchlaufen haben. Diese war geprägt von ständigem Lernen, aber auch der Herausbildung individueller Persönlichkeiten. „Ihr habt in ganz vielen Bereichen Verantwortung übernommen und damit vorbildhaft gehandelt“, lobte Schulleiter Alois Brinkkötter die Leistungen in den sechs Abschlussklassen. Die Schüler hätten nun ein Fundament gelegt, auf dem sie weiter arbeiten und ihre „Lebensträume realisieren können.

Auf das Entlassmotto der Schüler: “Mit dem Abschluss in den Händen werden Helden zu Legenden”, ging Karl-Heinz Meiwes als Vertreter des Rates und des Bürgermeisters ein: “Heldenhaftes hat Ihr schon vollbracht, aber Ruhm und Berühmtheit wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.” Der Stellvertretende Bürgermeister richtete aber auch ein Lob in Richtung Schule: “Die Schule ist eine Erfolgsgeschichte. Durch die Türen, die am Ende offen stehen, müssen die Schüler selbst gehen.”

Nach kurzer und umjubelter musikalischer Auflockerung durch Jaimoe Matheja als Schüler und Sohn am Schlagzeug und Olli Seifert als sein Vater und Lehrer an der Gitarre, richteten Sophie Rieskamp als Schülersprecherin sowie Bernhard Meyer als Elternvertreter einige Worte an Eltern, Lehrer und Mitschüler. Darin kamen Dank an die Adresse der Eltern und Lehrer für die Unterstützung der vergangenen sechs Jahre zum Ausdruck.

Bevor der Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen neun und zehn, Jan Mähr, zur Auszeichnung einiger Schüler für besondere Leistungen kam, nahm er in philosophischer Betrachtungsweise die Schulpausen aufs Korn. Die Zeugnisse empfing dann Klasse für Klasse durch ihre Klassenlehrer auf der Bühne der Stadthalle.

Den zweiten Teil des Abends leitete Schüler Maurice Lillmannstöns mit zwei umjubelten Klavierstücken ein. Unter dem Titel “Teachers surprise” leisteten die Klassenlehrer einen Festbeitrag. Nach einer Fotoschau auf die vergangenen sechs Jahre begann die Party, auf die sich die Schüler besonders freuten.

(Quellen: “Ahlener Zeitung“, “Die Glocke”)