Das Glück auf dem Pferderücken

„Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, behauptet ein alter Reiterspruch. Dass dieser so falsch nicht sein kann, erlebten jetzt sechs Schülerinnen und Schüler der neu eingerichteten Reit-Arbeitsgemeinschaft an der Fritz-Winter-Gesamtschule.

Unter Anleitung von Lehrerin Dorothee Altenau, selbst eine erfahrene Turnierreiterin, und in Kooperation mit dem Reit- und Fahrverein Ahlen hatten die Schülerinnen und Schüler aus dem 6. Jahrgang zunächst den sicheren Umgang mit dem Pferd beim Führen, Putzen und Satteln gelernt. An die verschiedenen Gangarten beim Reiten führte Dorothee Altenau ihre Schüler dann ganz individuell heran: „Gleichgewicht und Rhythmus müssen dabei immer wieder neu gefunden werden.“

Die Schulpferde auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins an der Walstedder Straße seien dabei gute Lehrer gewesen. „Es geht beim Reiten auch darum, das Pferd als Lebewesen zu akzeptieren, indem die Kinder auf die Bedürfnisse und Grenzen des Pferdes Rücksicht nehmen“, bekräftigt Altenau. So hätten sich für die Jungen und Mädchen in den Reitstunden schnell die individuellen Eigenarten „ihrer“ Pferde offenbart. „Sie bekamen eine direkte, nonverbale Antwort auf ihr Handeln.“

Weil die Nachfrage nach einem Platz in der Reit-AG der Gesamtschule indes so groß ist, erfolgte jetzt ein Wechsel; die nächsten sechs Schülerinnen der Gesamtschule haben nun die Chance auf ihr Glück auf dem Pferderücken. Zum Abschied gestalteten die jungen Reiter aber noch zwei Bilderrahmen mit Fotos, die an die Erlebnisse auf dem Reitplatz erinnern. Auf dem Weg zu den Klassen erinnern nun also Pony „Montana“ oder Pferd „Dejavue“ an die Zeit in der Reit-AG.