Der Kindersitz hat noch nicht ausgedient

FWGAchtungAuto2017

„Achtung Auto!“ hieß es an der Fritz-Winter-Gesamtschule. Beim Sicherheitstraining des Automobilclubs ADAC sollten die Fünftklässler der Gesamtschule Unfallgefahren besser erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig reagieren.

Die erste Überraschung gab’s diesmal aber für die Lehrkräfte: „Wer von euch sitzt denn noch im Kindersitz“, wollen Anke Gutsche und Peter Weßendorf zum Auftakt der ADAC-Aktion von ihrer Klasse, der 5.4, wissen. Zögerlich heben sich fünf Hände. Doch ADAC-Moderator Ralf Helmer hat eine Messlatte dabei. „Bis zu einer Körpergröße von 1,50 m müssen Kinder mit einem geeigneten Kindersitz oder einer Sitzerhöhung gesichert sein“, erzählt Helmer. Nach seiner Messung ist klar: Eigentlich müssten fast alle der 29 Kinder noch Kindersitz oder Sitzerhöhung benutzen.

Und damit sich der Nutzen eines Kindersitzes ganz direkt einprägt, gibt’s anschließend auch einen kräftigen Tritt auf die Bremse. Helmer nimmt jeweils drei Kinder in seinem Opel Corsa mit auf eine Vollbremsung aus 30 km/h. „Die Kinder merken bei den dabei auftretenden Kräften unmittelbar, wie wichtig das richtige Anschnallen oder ein Kindersitz sind.“

Neben der Aufklärung über die Gefahren im Auto erhellt Helmer aber auch den Wissensstand der fünften Klassen der Gesamtschule über die Risiken vor dem Auto. „Die meisten Kinder unterschätzen, wie lang der Anhalteweg eines Autos ist“, erklärt der ADAC-Moderator und hat auf dem Parkplatz von Rot-Weiß Ahlen gegenüber der Schule mit Kreide ein Meterraster für seine Vorzeige-Vollbremsungen aus 30 und 50 Stundenkilometern aufgezeichnet.

Die Aktion „Achtung Auto“ des ADAC wird vom Reifenhersteller Michelin und der Opel AG unterstützt. Bundesweit nehmen pro Jahr rund 150 000 Schüler an dem Programm teil.

An die Fritz-Winter-Gesamtschule hat Verkehrsbeauftragter Mohan Esapathi „Achtung Auto“ bereits zum vierten Mal eingeladen. „Dieses Projekt für unsere fünften Klassen ist neben den Schülerlotsen oder der Fahrradprüfung ein wichtiger Baustein in der Verkehrserziehung an unserer Schule“, erklärt Esapathi.