Die Stadt riechen, hören und schmecken

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Die beiden Kunst-Leistungskurse des Jahrgangs 12 besuchten die „Skulptur Projekte 2017“ in Münster. Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler an einem Workshop zu verschiedenen Ausstellungsobjekten teilnahm, erkundete ein anderer Teil die Ausstellung mit dem Fahrrad. In einem Bericht ziehen Schülerinnen und Schüler der Kunst-LKs eine Bilanz ihres Münster-Besuches:

In dem Workshop ging es hauptsächlich darum die sinnlichen Eindrücke einer Stadtumgebung zu beobachten und sich bewusst zu machen, was man sieht, hört, riecht oder sogar schmeckt. Dazu wurden wir beauftragt, uns in Partnerarbeit zusammenzufinden und der eine musste zeichnen, was der andere gesehen, gerochen oder gehört hatte.

Die Gruppe, die mit den Fahrrädern unterwegs war, besuchte zuerst in einer Unterführung am Schlossplatz die Installation „3V“ von Aram Bartholl. Diese „Kronleuchter im Tunnel“ bestehen aus Kerzen und aus LEDs, ein Anlass über Energie früher und heute nachzudenken.

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Als zweites standen die Plakate „Laboratory of Life“ von Andreas Bunte auf dem Programm. Diese sorgten zunächst für etwas Verwirrung in der Gruppe, doch nach etwas längerem Betrachten konnte man die Plakate verstehen und sogar erklären.

Trotz schlechten Wetters wurde die Tour tapfer fortgesetzt und alle gelangten wie geplant zu einem kleinen Asia-Shop. Dort wurde durch engen Raum und insbesondere in einem Film auf die Massenproduktion und Arbeitsbedingungen in anderen Ländern hingewiesen.

Danach besuchte die Gruppe eine Kleingartenanlage, wo in einer kleinen Hütte ein Bücherregal zu finden war. Das Regal umfasste 30 Bücher, welche alle im Auftrag von Jeremy Deller vor 10 Jahren in der gesamten Anlage verteilt wurden, damit die Kleingartenbesitzer alles, was passierte, über 10 Jahre hinweg bis zur nächsten „Skulptur Projekte“ 2017 in diesen Büchern festhalten konnten.

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Als Abschluss trafen sich alle Schüler an dem Projekt „On Water“ von Ayse Erkmen im Stadthafen. Dieses Projekt ist ein Steg, der knapp unter der Wasseroberfläche gebaut ist, damit die Besucher selbst einmal das Hafenbecken überqueren können. Von weiten sieht es dann so aus, als würden die Menschen über das Wasser laufen können. Nach einem Abschlussfoto verabschiedeten sich alle und ein gelungener, aber verregneter Tag ging zu Ende.

Conni Lenz, Lisa Echterhoff, Lisann Schubert