Drei Wochen gehen zu schnell vorbei

Auf ihrem Weg ins Leben nach der Schule sind 178 Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule jetzt einen kleinen Schritt weiter gekommen. Die Neuntklässler absolvierten ihr Schülerbetriebspraktikum. Etwa 150 Betriebe aus Ahlen und Umgebung machten diese Begegnung mit der Arbeitswelt möglich.

Drei Wochen tauschten die Jugendlichen die Schulbank mit Arbeitsplätzen in Industrie, Handwerk, Verwaltung, Dienstleistung oder in sozialen Einrichtungen. Nach den drei Erkundungstagen in der 8. Klasse war dies jetzt die erste intensive Auseinandersetzung mit dem Arbeits- und Berufsleben. „Das Schülerbetriebspraktikum soll den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geben, Einsichten und Erfahrungen in Betrieben zu machen und mit den eigenen Fähigkeiten, Vorstellungen und Interessen zu vergleichen“, erklärt Berthold Jaster, der als einer der Berufswahlkoordinatoren an der Fritz-Winter-Gesamtschule für das 9er-Praktikum zuständig ist.

Vorbereitet haben sich die 178 Schülerinnen und Schüler auf ihr Praktikum Ende letzten Jahres in der Projektwoche der Gesamtschule. Betriebsbesichtigungen oder Bewerbungstraining gaben erste Einblicke in das Leben außerhalb der Schule, während des Praktikums kamen die Klassenlehrerinnen und –lehrer zu einem Informationsbesuch vorbei. Ein Projekttag nach dem Praktikum bot Gelegenheit zu Austausch und Reflexion.

Die Erfahrungen der meisten Praktikantinnen und Praktikanten nach drei Wochen ohne Unterricht waren positiv. „Ich durfte alles machen, was auch ein Zahnarzthelfer macht“, berichtet etwa Tom Schwippe von seinem Praktikum bei einem Kieferorthopäden. Miriam Sendwicki musste bei ihrem Praktikum in einer Drensteinfurter Buchhandlung nicht nur Regale einräumen. „Ich hatte auch mit Kunden zu tun.“ Und Lukas Schütte und John Schreiber sind sich sicher: „Das Praktikum ging viel zu schnell zu Ende.“

Gelegenheit, die ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt zu vertiefen, bekommen die Neuntklässler indes schon bald. In den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien steht für sie ein zweites Praktikum auf dem Terminplan. „Dieses Praktikum findet direkt vor der Bewerbungsphase am Ende der Klasse 9 statt“, berichtet Berthold Jaster. „Ein gelungenes Praktikum ist für viele Schülerinnen und Schüler eine gute Chance für eine erfolgreiche Ausbildungsplatzsuche.“