„Dressur sieht schön und elegant aus“

FWGLunaLaabs

Luna Laabs gehört in ihrer Altersklasse zu den besten Reiterinnen in der Pony-Dressur. Regelmäßig startet sie bei internationalen Wettbewerben im In- und Ausland. Die 15-Jährige besucht die Sport.Klasse! der Jahrgangsstufe 10 an der Fritz-Winter-Gesamtschule und schafft es bislang recht gut, Sport und Schule unter einen (Reit)Helm zu bringen. Wir stellen Luna in einem Interview vor.

Wie bist zu zum Reiten gekommen?

Meine Mutter hat früher auch geritten. Sie wollte mich zuerst aber nicht reiten lassen, weil sie meinte, dass der Zeitaufwand zu groß sei. Ich habe dann solange gebettelt, bis ich eine Reitstunde auf Probe bekommen habe. Der Funke ist dann sofort übergesprungen.

Wie wird aus einer Hobbyreiterin eine Turnierreiterin?

In der Reitschule kam ich mit dem Schulpony so gut zurecht, dass meine Reitlehrer auf die Idee kamen, ich könnte es doch einmal auf einem Turnier probieren. Das war vor vier Jahren. Mittlerweile habe ich auch ein eigenes Pony, es heißt Dow Jones.

Warum hast du dich für die Dressur entschieden?

Die Dressur sieht schön und elegant aus und man hat einfach eine engere Verbindung zum Pferd als beim Springen.

Wie oft reitest du?

Ich bin jeden Tag am Stall. Zweimal die Woche habe ich Training in Warendorf bei der Bundestrainerin. Ansonsten bin ich in Soest bei dem Stall, in dem mein Pferd Dow Jones steht.

Training bei der Bundestrainerin, dann hast du bestimmt schon einige Erfolge verbucht.

2014 war ich Vize-Westfalenmeisterin und bin 5. bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in der Ponydressur geworden. 2015 fing auch gut an: Bei der ersten Sichtung für die Europameisterschaft bin ich vierte geworden. Danach wurde leider mein Pony krank und ich kam nicht mehr in die Mannschaft. Mittlerweile reite ich aber noch ein anderes Pony. Mit dem habe ich schon zweimal gewonnen.

Du gehst in die Sport.Klasse! 10. Wie lassen sich das Reittraining und die vielen Turniere mit der Schule vereinbaren?

Die Hausaufgaben und Wochenpläne kann ich recht schnell erledigen. Da habe ich mehr Zeit fürs Pferd… Wenn ich die Turniere rechtzeitig anmelde, gibt es bisher auch kein Problem damit, mich von der Schule freizustellen. Das ist natürlich eine große Unterstützung, auch wenn ich natürlich den verpassten Unterrichtsstoff nachholen muss.

Welche Perspektiven siehst du für dich im Sattel?

Im nächsten Jahr möchte ich bei den nationalen Sichtungen gut abschneiden und mich für internationale Teamwettbewerbe qualifizieren. Es ist mein letztes Jahr bei den Junioren, was danach im Erwachsenenbereich kommt, das lasse ich jetzt noch auf mich zukommen.

Und in der Schule?

Da steht auf jeden Fall schon fest, dass ich das Abitur machen soll.