Ein berührender Vormittag mit Dr. Hans-Jürgen Zacher

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Es war ein besonderer Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8.3.  Dr. Hans-Jürgen Zacher hatte nicht nur sein Buch „Vern“ zur Lesung im Gepäck, sondern vielmehr auch seine persönliche Geschichte, die er seinem jungen Publikum eindrucksvoll schilderte.

In seinem Buch erzählt Zacher die ungewöhnliche Geschichte seiner Suche nach dem überlebenden Kind einer Familie der jüdischen Gemeinde in Werl im Dritten Reich und die daraus entstandene tiefe Verbundenheit und Freundschaft mit eben diesem nach Jahrzehnten. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler waren berührt von Zachers sehr persönlicher Geschichte, sondern auch der Autor selbst zeigte sich betroffen. Es wurde klar, dass er mit seinem Buch auch einen Teil seiner eigenen Lebensgeschichte präsentiert, wenn er in tiefer Verbundenheit über seinen Freund, den Zeitzeugen „Vern“, spricht. Ehrliche Worte und eine mutige Botschaft hinterließen bei den Schülerinnen und Schülern Achtung für Hans-Jürgen Zacher, der sie mit seiner gelebten Geschichte in den Bann zog. Die Klassenleitung der 8.3, Berthold Jaster und Kirsten Mann, zeigte sich auch beeindruckt: „Zachers Werk ist ein Plädoyer gegen das Vergessen und ein mutiger Schritt. Er macht sich mit seiner täglichen Arbeit für Toleranz stark und zeigt seinem Publikum Perspektiven auf, wie man sich für andere stark machen kann.“, stellte Kirsten Mann heraus. „Es lässt sich nur erahnen, wie der ehemalige Lehrer seine eigenen Schülerinnen und Schüler für seine Geschichten begeistert haben muss.“

Zacher nahm sich während und nach der Lesung Zeit für seine Zuhörerinnen und Zuhörer und beantwortete deren Fragen mit einer großen Klarheit. Die Schülerinnen und Schüler waren offensichtlich tief bewegt und werden ihre Erlebnisse sicherlich mit nach Hause und in den Unterricht tragen.