Einblick in die Industrie 4.0

Einen Einblick in die Planungs- und Fertigungsprozesse der Industrie gewann jetzt die Klasse 10.5 der Fritz-Winter-Gesamtschule. Beim Besuch des „Zukunft-durch-Innovation-Schülerlabors Lernwerkstatt 4.0“ in Rheine musste ein Produkt geplant, entworfen, produziert und natürlich auch vermarktet werden. Der Besuch in Rheine ist Teil der MINT-Orientierung der Gesamtschule in den Bereichen Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

„Die Schülerinnen und Schüler sollten selbstständig ein Produkt von der Idee bis zur Umsetzung planen und realisieren. Dazu arbeiteten sie in verschiedenen Teams“, erklärt Christian Albrecht, der gemeinsam mit seiner Kollegin Inga Busch die Zehntklässler nach Rheine begleitete.

Nachdem die Klassensprecher die Teams für die Abteilungen Design, Automation, Finanzen, Marketing, Homepage und Qualität eingeteilt hatten, wurde das Produkt entworfen und hergestellt. Um eine optimale Koordination zwischen den Abteilungen zu gewährleisten, wurde dazu in verschiedenen Phasen des Herstellungsprozesses PowerPoint Präsentationen angefertigt und den anderen Teams vorgestellt. „Die Scharnierstelle des Planungs- und Produktionsprozesses bildete dabei die Finanzabteilung, denn das Produkt sollte natürlich einen möglichst hohen Gewinn erzielen“, berichtet Albrecht. Dazu seien genaue Absprachen mit den Bereichen Design, Automation, Marketing und Qualität getroffen worden.  Das Produkt – ein Handyhalter aus Aluminium – durfte nicht zu teuer sein, musste geplant, designt, in hohen Stückzahlen gefertigt und vermarktet werden.

Besonders die im Schülerlabor mögliche Vernetzung von Maschinen, Computern, Robotern, 3D-Druckern, Laserdruckern und IPads beeindruckte die Schüler und verlangte viele Computerkenntnisse. Das Programmieren, Technische Zeichnungen für die CNC-Fräse und den 3D-Drucker zu erstellen sowie das Erstellen von Videos forderte die Schüler über einen Zeitrahmen von acht Stunden heraus. Albrecht: „Durch viel Eigeninitiative, Kooperationsbereitschaft und Ausdauer konnten sie sehr gute Ergebnisse erzielen.“