“Eine Idee vom Glück”

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Die Fritz-Winter-Gesamtschule hat am Freitag in einer mehr als dreistündigen Feier ihren 30. Geburtstag in der voll besetzten Stadthalle gefeiert und Anerkennung von allen Seiten erhalten. Besonders die einzigartige Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung wurde von ehemaligen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern und auch der Schulaufsicht aus Münster wiederholt zur Sprache gebracht.

Zu Beginn des Abends zogen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1988 bis 2018 mit Luftballons in den Saal ein. Andrea Jaunich, Lehrerin der Schule, moderierte den runden Geburtstag und stellte einige der Ballonträger vor, die das gute Verhältnis zu den Lehrerinnen und Lehrern lobten und regelmäßig gestanden, selbst Lehrer geworden zu sein. Das Vorbild scheint gewirkt zu haben.

Der Schulleiter Alois Brinkkötter betonte, dass die Fritz-Winter-Gesamtschule eine Schule der Vielfalt sein und bezog sich dabei bewusst auf die Formulierung des Ahlener Appells: “Wir setzen uns ein für Integration und Inklusion, Toleranz und ein friedliches Miteinander in der Schule und darüber hinaus – unabhängig von Herkunft und Sprache, Religion und Glaube, Kultur und Alter, Leistungsfähigkeit und sexueller Orientierung.”

Und auch das in Ahlen gut verankerte Projekt “Demokratie leben” brachte er in erinnerung, indem er die Gesamtschule als “eine Idee vom Glück” nannte.

Insgesamt drei Gesprächsrunden gab es bei der 30-Jahr-Feier mit den thematischen Schwerpunkten: Anfänge, Veränderungsprozess, Gegenwart. Dabei kamen u.a. Reinhardt Böhm und Ulrich Bomba als Initiator der Gesamtschule in den 80iger Jahren zur Sprache, aber auch Klaus Pläger von der Bezirksregierung in Münster als versierter Kenner des Veränderungsprozesses und der Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit seinem Bekenntnis zur Schule: “Wir stehen 100 Prozent hinter dieser Schule!”

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgten die wunderbaren Stimmen von Sarah Rensing und Celine Porombka. Die Dance Company begeisterte wie üblich mit ihrem Beitrag. Und die Theatergruppe unter der Leitung von Jutta Maier und Silja Funke brachte das Thema des Abends darstellerisch auf die Bühne.

Das Wiedersehen, die Erinnerung und das Gespräch kamen an diesem Abend auch nicht zu kurz. Vor dem Beginn des eigentlichen Programms war ausreichend Zeit eingeplant worden und anschließend standen die Gäste noch bis tief in die Nacht beisammen.