Europawoche der Fritz-Winter-Gesamtschule mit interessanten Akteuren aus nah und fern

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Europa ist zu diesen Zeiten spannender denn je: Driftet der Staatenbund geradeso an der Zerreißprobe vorbei, weil Frankreich doch nicht den „Frexit“-Weg geht? Schafft es die gewaltige Aufgabe der Integration von Flüchtlingen? Wird die europäische Idee weiter Perspektive sein, oder droht weiterhin das Risiko der Einzelstaaterei, wenn es um Pflichten geht, während die Rechte gern genommen werden?

Wie Europa ist, was es ist und wie man es sich vorstellen möchte – darum geht es bei der ersten Europawoche der Fritz-Winter-Gesamtschule, seit sie 2016 in den Rang einer zertifizierten Europaschule erhoben worden ist. Koordinatorin Anke Gutsche hat für die Zeit zwischen dem 8. und 15. Mai bewusst einen Mix aus lokalen Akteuren mit ihren eigenen Visionen und Funktionären/Experten aus verschiedenen Gesellschaftszweigen gewählt, die den Schülern Europa nahebringen sollen. Was Erinnerung angeht, aber auch die Gegenwart und das Zukünftige.

Rhythmus, Beats, schwitzende Körper, breites Lachen auf Gesichtern: Tanz! „Dance4Respect“, ein sehr spezielles Show- und Pädagogikformat, zeigt am selben Tag in der Schule, wie international und deshalb völkerverbindend die wortlose Sprache in der Musik sichtbar wird. Ziel des Projektes ist es, durch Tanz Teamwork und die Kreativität der Teilnehmer zu fördern und vor allem den Respekt untereinander zu stärken, um somit ein „Wir-Gefühl“ durch das Tanzen zu entwickeln. [ab 9 Uhr Fritz-Winter-Gesamtschule]

Am Dienstag, 9. Mai, liest Matthias Gerschwitz seine Gedanken über die Werte Toleranz und Toleranz aus seinem Buch „Endlich mal was Positives“. [8 und 10 Uhr, FWG]

Dr. Hans Jürgen Zacher hat sich seit langem dem christlich-jüdischen Dialog verschrieben. „Vern“ ist sein Buch über die Begegnung mit Nachfahren von Opfern des Holocausts über Schmerz und Vergebung. Er liest daraus am Mittwoch, 10. Mai. [ 10 Uhr, FWG]

Sieh Dich, fühle Deine Stadt. So lässt sich die Richtung von „Stadt der Hoffnung“ interpretieren; ein episodischer Kinofilm von Julia Jacob, die auch in der Schule dafür gedreht hat. Zusammen mit Ex-FWG-Schüler Adrian Topol (Schauspieler und Regisseur) stellt sie am Donnerstag, 11. Mai, die Filmbildungs-Inititiative und den Film „Dein Augenblick“ vor. Ein Aufruf zur Teilnahme an der Drehbuch- und Schauspielklasse. [von 9.30 Uhr, FWG]

Jutta Richter liest am selben Tag aus „Der Hund mit dem gelben Herzen“. Ihr Werk erzählt von der Schöpfung. Aber nicht biblisch. [10 Uhr, FWG]

Was Grenzen zu überwinden auch für den Kopf heißt, das verdeutlicht Marie-Lou Perou am Freitag, 12. Mai, im Auftrag des deutsch-niederländischen Zweckverbandes Euregio, einer europäischen Nachbarschaftsidee, sozusagen. [10 Uhr, FWG]

Wenn Dr. Markus Pieper aus der europäischen Regierung erzählt, titelt er es „Aktuelle Entwicklungen in Europa und die Arbeit im Europaparlament“. Das tut er am Montag, 15. Mai, zum Abschluss der ersten Europawoche an der Europaschule Fritz-Winter-Gesamtschule [12.30 Uhr, FWG]

Zufällig, aber durchaus erwünscht, findet am Montag, 8. Mai, die Gedenkfeier auf dem Ostfriedhof-Gräberfeld für die Opfer der Kriegs-Zwangsarbeit unter dem Motto „Leben ohne Hass“ statt. Denn Hass war Motor für die Zerstörungsmaschinerie Krieg, die so viele Leben forderte; gleichsam aber auch Anlass für teils Jahrzehnte später er- und gelebte Versöhnung der einst aufs Blut Verfeindeten. Europa ist heute anders. [10 Uhr Ostfriedhof]