Fritz Winter und sein „Durchbrechendes Rot“ darf bleiben

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Die Profilklasse Kunst 8.1. besuchte die Abtei Liesborn in Wadersloh. Dort wurde die Klasse herzlich von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Museums Frau Dr. Jutta Desel begrüßt und mit einem Original von Fritz-Winter konfrontiert.

Das monumentale Gemälde „Durchbrechendes Rot“ entstand 1955 für die documenta in Kassel und sorgte dort für Aufmerksamkeit. Die persönliche Biografie des Namensgebers der Schule wurde gemeinsam in den Blick genommen und Fritz Winters Bedeutung als Pionier der abstrakten Malerei hervorgehoben. Nachdem zeichnerisch eine weitere Annäherung ermöglicht wurde, erkannten die interessierten Jugendlichen im Vergleich zu Gemälden von Schimpansen und künstlerisch angefertigten abstrakten Arbeiten in Fritz Winters Gemälde die malerische Qualität und das Zusammenspiel von Farbe, Form und Linie zu einer durchgeistigten Bildkomposition. Schließlich erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit sich in Gruppen zusammenzufinden, um als Kunstexperten das Für und Wider eines möglichen Ankaufs des Gemäldes von Fritz Winter zu diskutieren. Das Museum habe zwar einen Anbau für Fritz-Winter und sein „Durchbrechendes Rot“ realisiert, er sei bis dato jedoch nur eine Leihgabe. In einem Rollenspiel trug die jeweilige „Kunstkommission“ ihre Argumente vehement und engagiert vor. Schließlich hieß es: „Wir kaufen.“