Für ein Europa der Begegnungen

FWGEuropawocheLachauer_kp„Europa, das ist nicht nur Wirtschaft. Europa, das sind die Begegnungen der Menschen untereinander!“ Dieses Leitthema – auch ihrer eigenen Biographie – gab die Journalistin, Filmemacherin und Buchautorin Ulla Lachauer der Klasse 10.5 im Rahmen der Europawoche an der Fritz-Winter-Gesamtschule mit auf den Weg.

Ulla Lachauer, die ihre Wurzeln in Ahlen hat und auch Patin der Fritz-Winter-Gesamtschule ist, war und ist beruflich in ganz Europa unterwegs. Sie vermittelte den Schülerinnen und Schülern, welche Chancen Europa für ihr eigenes Leben bietet. Chancen, die einige der Zehntklässler bereits nutzen, etwa wenn sie auch lange nach ihrem Schüleraustausch rege mit ihren spanischen Freunden chatten.

Das Europa der Grenzen, in dem die 1951 geborene Ulla Lachauer aufgewachsen ist, kennen die Schülerinnen und Schüler nur noch aus dem Geschichtsbuch. „Ahlen war damals fürchterlich provinziell, Hier war nichts los“, berichtete Lachauer. Und im Ausland seien deutsche Jugendliche damals oft noch als „Faschisten“ und „Hitlers Kinder“ beschimpft worden.

Ulla Lachauer hat als freie Journalistin hautnah den Wandel in der ehemaligen Sowjetunion, vor allem in Litauen, miterlebt. Eindringlich warb sie bei den Schülerinnen und Schülern dafür die Länder und Städte vor allem Osteuropas kennenzulernen. „Früher habe ich gedacht, Italien wäre das schönste Land. Heute sehe ich das anders“, meinte Lachauer. Unabhängig von der aktuellen Politik seien es die Begegnungen mit den normalen Menschen, die faszinierend seien. Und besonders diese Arbeit, das Knüpfen von Kontakten, das Finden von journalistischen Stoffen interessierte die Schülerinnen und Schüler am meisten. Aktuelles Projekt von Ulla Lachauer ist ein Buch über Imker. Diese hat sie in ganz Europa besucht und auch zu ihrer Meinung zu Europa befragt. Die Antworten, man ahnt es schon, sind so vielfältig wie unser Kontinent.