Ganz sicher bis ans Limit

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„Das war unglaublich!“, ruft Joshua Kiemann freudestrahlend durch die Schwarzkaue der Zeche Westfalen. „Mir war die Höhe am Anfang überhaupt nicht geheuer, aber heute bin ich über mich hinausgewachsen: Ich war ganz oben!“

Hinter Joshua und seinen 30 Klassenkameraden der Sportklasse 6.6 liegen sechs Wochen intensive Kletterausbildung in der „Big Wall“ in Ahlen. Mit der Unterstützung zahlreicher helfender Eltern und einem Team aus erfahrenen Kletterern konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Kooperationskonzeptes der Fritz-Winter-Gesamtschule erste Erfahrungen in einem neuen Bewegungsfeld sammeln.

Bei dem ein oder anderen Sportler blieb es aber nicht bei einem ersten Herantasten. „Dass sich viele unserer Schüler in so kurzer Zeit zu richtigen Experten entwickeln, hätte ich nicht gedacht“, weiß Maria Westhoff, Klassenlehrerin der 6.6, zu berichten. Viele fühlten sich im Klettergurt von vornherein so wohl, dass sie schnell große Herausforderung suchten, schwierige Kletterrouten bewältigten und sogar den ein oder anderen Überhang meisterten. Das war aber nur ein schöner Nebeneffekt. Denn in erster Linie ging es darum, „dass sich die Kinder der Aufgabe stellen, sich verantwortungsvoll an eigene Grenzen heranzutasten und etwas zu wagen ohne über die Stränge zu schlagen“, so Sportlehrer Benjamin Schönweitz. Deshalb war ein zentraler Baustein der Ausbildung, eine Sensibilität für die eigene Sicherheit und eigene Grenzen zu entwickeln: Immer wieder hörte man ein aufforderndes „Partnercheck!“, wonach Knoten- und Karabinerkontrolle folgten. So haben die Kinder sehr wirksam gelernt, auf sich und aufeinander aufzupassen.

Am Ende konnten alle stolz auf sich sein, die selbst gesteckte Ziele erreicht und ihre Grenzen ausgelotet hatten. Jetzt blicken die Schülerinnen und Schüler erwartungsvoll und zuversichtlich auf die nächste herausfordernde Kooperation im Sportunterricht.