Gedenken an die Reichspogromnacht

Zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vor 80 Jahren versammelten sich 150 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 im Forum der Fritz-Winter-Gesamtschule, um der Lesung von Dr. Hans Jürgen Zacher beizuwohnen.

Dr. Hans Jürgen Zacher ist inzwischen ein steter Begleiter der Fritz-Winter-Gesamtschule. Er hat sich zeitlebens mit den Auswirkungen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft auseinandergesetzt, dabei stets den einzelnen Menschen im Blick behalten und kann aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen und so junge Menschen für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik begeistern.

Am Freitagvormittag las er aus seinem Buch „Vern: Ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund.“ Vern ist die autobiographische, sehr persönliche und anrührende Geschichte einer einzigartigen Freundschaft zwischen Dr. Hans-Jürgen Zacher und Werner Halle, dem Sohn des letzten Vorstehers der Jüdischen Gemeinde zu Werl, der nach der Pogromnacht als 14-Jähriger mit einem Kindertransport Deutschland verlassen musste.

Gespannt und interessiert lauschten die Schülerinnen und Schüler in drei Schulstunden den lebendigen Erzählungen, stellten in den kurzen Pausen Nachfragen und nutzten am Ende der Veranstaltung die Zeit für eine angeregte und intensive Diskussion.

„Erinnerungsarbeit war, ist und bleibt einer der wesentlichen Schwerpunkte der bildungspolitischen Arbeit an der Fritz-Winter-Gesamtschule. Und so freuen wir uns, dass Dr. Hans Jürgen Zacher zu einem Freund unserer Schule geworden ist.“ So fasst Kathi Kattler, Studienrätin und Initiatorin dieser Veranstaltung, den Mehrwert dieser Veranstaltung zusammen.

Für alle Seiten war es ein sehr gewinnbringendes Gedenken, sodass Dr. Zacher eine weitere Veranstaltung zu seinem neuen Buch „Marlenes Bilder“ in der Europawoche ankündigte.