Geflohen – Vertrieben – Angekommen

In der Fritz-Winter-Gesamtschule ist die Plakatausstellung „Geflohen – Vertrieben – Angekommen“ ist zusammen mit dem Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Jens Effkemann offizielle eröffnet worden.Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Gesamtschule

Emigration vor den Nazis 1933, Vertreibung aus Ostpreußen 1945, Flucht aus Syrien 2016: Die historischen Hintergründe von Flucht und Vertreibung im 20. und 21. Jahrhundert mögen verschieden sein, die Bilder von den betroffenen Frauen, Männern und Kindern gleichen sich. Unter dem Titel „Geflohen – Vertrieben – Angekommen“ setzt sich derzeit eine Plakatausstellung in der Fritz-Winter-Gesamtschule mit verschiedenen Aspekten des Themas auseinander. Entwickelt hat die Ausstellung der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Zu sehen sind auf 26 Plakaten verschiedene Aspekte der Gewaltmigration im vergangenen und gerade begonnenen Jahrhundert. „Dabei soll aufgezeigt werden, wie Mechanismen der Gewaltmigration funktionieren, aber auch, wie die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurechtgekommen sind“, heißt es in einem Begleittext zur Ausstellung.

Der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Jens Effkemann, wies bei der Eröffnung der Ausstellung auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Fritz-Winter-Gesamtschule hin. Dabei sprach er auch explizit die Schülerschaft an, die mit der Schülervertretung bei der Eröffnung anwesend war. „Die Ausstellung des Volksbundes setzt eine gut funktionierende Kooperation fort“, meinte Effkemann und bezog sich dabei unter anderem auf die Patenschaft für die Gräber der sowjetischen Zwangsarbeiter auf dem Ostfriedhof. Diese Kooperation will der Volksbund im kommenden Schuljahr durch den Abschluss einer Bildungspartnerschaft festigen und intensivieren.

Mit dem Blick auf die 26 Plakate sprach der Schulleiter Alois Brinkkötter die aktuellen Bezüge der Ausstellung an, die in der Flüchtlingsfrage für viele Schlagzeilen sorgen. Beiträge von Schülerinnen und Schülern, die Aspekte der Migration in der eigenen Familiengeschichte betrafen, bereicherten die Gesprächsrunde.

Zur Ausstellung existiert pädagogisches Begleit- und Informationsmaterial. So können unter anderem Fragebögen zur Erschließung der Ausstellung eingesetzt werden, die Schülerinnen und Schülern einen Zugang ermöglichen. Interessierten Gästen ist der Besuch der Ausstellung natürlich ebenfalls möglich.