Gern wäre ich geflogen – wie ein Schmetterling

fwg_theater_schmetterling „Gern wäre ich geflogen – wie ein Schmetterling“, so der Titel eines Buches, das die Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionskurses Jahrgang 7 mit ihrer Lehrerin Birgit Beckmannshagen gelesen haben. Die Autorin, Hannah Gofrith, beschreibt darin autobiographisch ihre Lebensgeschichte als Kind während des Holocaust. Die 1935 in Polen geborene Hannah erlebt den Einmarsch deutscher Truppen in ihre Heimatstadt Bialarawska und die Diffamierung und Deportation der jüdischen Mitbürger. Wie durch ein Wunder überleben sie und ihre Mutter mit Hilfe polnischer Freunde in Warschau. Hannahs Vater, ihre Großeltern und Tanten sowie ihre Cousine sterben. Nach dem Krieg beginnt ihr Leben in Israel neu. Dort lebt sie heute in Tel Aviv, ihr Sohn ist als Arzt tätig in einem Krankenhaus in Jerusalem und sie hat drei Enkelkinder. All das erfuhren die Schülerinnen und Schüler durch einen persönlichen Brief. Sie hatten Hannah nach der Lektüre geschrieben und ihr diese Briefe zusammen mit gebastelten Schmetterlingen zugeschickt. Einige Wochen später kam dann die Antwort. Durch diesen überraschenden Briefkontakt mit einer Zeitzeugin entstand eine ganz besondere Betroffenheit. Am letzten Schultag vor den Sommerferien präsentierten schließlich die Schülerinnen und Schüler ihren Mitschülern die Geschichte Hannahs als Lesestück. Begleitet durch eine Bildpräsentation, das Vorlesen von Hannahs Brief und einem Friedenslied kam es so zu einem ganz außergewöhnlichen Schuljahresende, das zum Nachdenken anregen und zur Toleranz gegenüber allen Menschen aufrufen soll.