Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

LWL-Meseumsbesuch

Anlässlich des 30- jährigen Jubiläums der Fritz-Winter-Gesamtschule im Jahre 2018 beschäftigt sich die Kunstklasse 9.1 in diesem Schuljahr mit Fritz Winter und seinen Künstlerkollegen am Bauhaus in Dessau. Beim Wandertag besuchte sie das LWL- Museum in Münster.

 Passend zum Curriculum, das in den Jahrgängen 9 und 10 unter anderem das Thema „Vom Naturalistischen zur Abstraktion“ vorsieht, liegt das Augenmerk der Kunstklasse auf der Entwicklung des künstlerischen Wirkens und dem Selbstverständnis der Bauhauskünstler.

Fritz Winter bewarb sich mit 23 Jahren im Jahre 1927 am Bauhaus und studierte dort drei Jahre bei Josef Albers, Wassiliy Kandinsky und Oskar Schlemmer.

Fritz-Winter Werk

Am stärksten beeindruckt und inspiriert hat ihn allerdings Paul Klee, was in einem Gemälde von ihm deutlich wird, das im Monat Dezember 2017 zum Kunstwerk des Monats im LWL-Museum gekürt wurde.

Der Besuch im LWL- Museum gab den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Arbeiten Fritz Winters (das Museum besitzt insgesamt 9) im Kontext seiner Zeitgenossen zu betrachten. Namen wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Josef Albers, Oskar Schlemmer und Lyonel Feiniger, bekannt aus dem Unterricht in der Schule, sind mit beeindruckenden Originalen vertreten und sorgten bei den Jugendlichen, aber auch bei den Klassenlehrern Rainer Legant und Hildegard Mees, für AHA- Erlebnisse! Gleichzeitig wurde ihnen die Bedeutung Fritz Winters als Künstler des 20. Jahrhunderts deutlich, der trotz Malverbots nach 1933 die abstrakte Kunst des Bauhauses weiter vorangetrieben hat.

Die Auseinandersetzung mit den Bauhauskünstlern war eingebettet in einen Rundgang durch die Sammlung des Hauses.

Angefangen im frühen Mittelalter bis hin zur aktuellen zeitgenössischen Kunst, wurde der Klasse ein wunderbarer Einblick in die Entwicklung der europäischen Kunstgeschichte ermöglicht. Die moderne Architektur des Hauses, die Kombination von Alt und Modern sowie die farbenfroh gestalteten Räume rissen die Gruppe in ihren Bann. Für alle war klar: wir kommen wieder!