Informationstafel an der Grabstelle von Therese und Johann Münsterteicher

fwg_muesterteicher_01Dienstagmittag versammelten sich zahlreiche Akteure auf dem Südfriedhof am Grab von Therese und Johann Münsterteicher, um eine kleine Informationstafel zu würdigen und der Öffentlichkeit zu übergeben.

Dazu waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9.1 der Fritz-Winter-Gesamtschule, die die Pflege der Grabstelle übernommen hat, zusammen mit ihrer Klassenleitung Hildegard Mees und Rainer Legant, der Schulleiter Alois Brinkkötter und die Didaktische Leiterin der Schule Claudia Buchartowski sowie Frau Hildegard Offele-Aden und Herr Heinz Aden und Frau Michaela Neuhaus von der Firma Blumen de Kunder und Andreas Magera von der gleichnamigen Firma gekommen.

Seit Juni des vergangenen Jahres ist die Fritz-Winter-Gesamtschule für die Grabpflege zuständig. In der vergangenen Woche war Hildegard Offele-Aden in der Klasse 9.1 gewesen und hatte umfassend über das Leben der Therese Münsterteicher informiert. Von ihren Eindrücken erzählten einige Schülerinnen nun im Rahmen dieser Veranstaltung ,von dem Mut dieser Frau, von ihrer Selbstverständlichkeit zu helfen, von ihrer Unerschrockenheit und von ihrem großen Herzen. Dabei hat Therese Münsterteicher selbst kein Aufheben um ihr besonderes Engagement gemacht. Sie war eine „stille Heldin“.

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Auf der kleinen, nun angebrachten Informationstafel lautet es: „Schülerinnen und Schüler der Schule … setzen sich mit dem Leben dieser mutigen Frau auseinander und lernen von ihr, was Menschlichkeit und Nächstenliebe bewirken können.“

Es geht bei der Pflege des Grabes also um viel mehr als um Gartenarbeit. Die eigentliche Herausforderung ist die Relevanz für hier und heute. Das griff der Schulleiter Alois Brinkkötter auf und fragte die Schülerinnen und Schüler genau danach: „Auch in unserer Gesellschaft werden Menschen diskriminiert. Wo gibt es Ansätze, dem zu widerstehen und Solidarität zu zeigen?“. Therese Münsterteicher  zeigt, dass dies auch in schwierigen Zeiten möglich war. Da sollte es heute erst recht viele Wege geben.

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Die Informationstafel selbst ist in Glas gehalten und hat einen Edelstahlfuß. Sie hebt sich etwas von der übrigen Grabgestaltung ab und liefert einen modernen Akzent, was durchaus gewollt ist. Mit Unterstützung durch das Projekt „Demokratie leben. Eine Idee vom Glück.“ konnte alles finanziert werden. Die Schule hat sich um die Gestaltung gekümmert. Die Firmen Blumen de Kunder und Magera haben dann alles ausgeführt, ein Gemeinschaftsprojekt, das nun seinen vorläufigen Abschluss gefunden hat.