Ionenchromatographie mit Zahnpasta

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Wie arbeiten Chemiker in der universitären Forschung? Dieses Thema stand bei der Exkursion zu den MExLab-Schülerlaboren an der Universität Münster im Vordergrund. In den Praktikumsräumen der Arbeitsgruppe von Professor Uwe Karst am Institut für Anorganische und Analytische Chemie konnte der Grundkurs Chemie 12 der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen erste Erfahrungen dazu sammeln. In Zweier- oder Dreiergruppen wurde unter Anleitung eines erfahrenen Studenten an sechs Stationen erforscht wie Stoffe und Elemente in Proben qualitativ und quantitativ bestimmt werden können.
Dabei bot sich für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an analytischen Großgeräten zu arbeiten, zu denen eigentlich erst Studenten in höheren Semestern der Zugang gewährt wird. So ermittelten die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit Hilfe eines Mikroröntgenfluoreszenzspektrometers die Zusammensetzung von Münzen aus verschieden Epochen oder bestimmten mittels Ionenchromatographie den Fluoridgehalt in Zahnpasta. Neben der praktischen Arbeit in den Laboren diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit den studentischen Betreuern die Funktionsweise der Analysegeräte und präsentierten diese in einer Abschlussbesprechung den mitgereisten Lehrern Marianne Scherf und Jörg Nordmann.
Der Besuch des MExLab-Schülerlabors bot den Schülerinnen und Schülern einen hervorragenden Einblick in die praktische Arbeit eines analytischen Chemielabors anhand alltäglicher Fragestellungen. Die nette und kompetente Betreuung, sowie die perfekte Organisation des Praktikums seitens der Arbeitsgruppe von Professor Karst, insbesondere durch den Chemisch-technischen Assistenten Michael Holtkamp sorgte für eine schöne und informative Atmosphäre.