Kultur als Freiraum in der Schule

Erste Proben zu Sister Act

Einen Freiraum in der Schule zu schaffen, das ist zwischen Arbeiten und Unterrichtszielen gar nicht so einfach. Die Schulkulturtage in der Fritz-Winter-Gesamtschule versuchen es dennoch. Möglichst jede Klasse soll gemeinsam an einem kulturellen Beitrag arbeiten und ihn dann auch vor Publikum präsentieren. Und das Publikum kommt aus der ganzen Schule und aus allen Jahrgängen – jeweils eine Klasse aus den Jahrgängen 5 bis 10.

So tritt etwa die Klasse 5.1 vor ihren Einser-Gegenstücken aus den anderen Jahrgängen auf. Insgesamt sind also sechs Tage für die sechs Jahrgänge reserviert, jede Klasse hat bis zu 20 Minuten Zeit für ihre Aufführung. Am Mittwoch, 18. März, ist von der 3. bis 5. Unterrichtstunde der Start der Schulkulturtage. Ihren Abschluss finden sie mit den Klassen 5.6 bis 10.6 dann eine Woche später am 25. März.

„Bei der Premiere vor zwei Jahren kamen ganz erstaunliche Sachen auf die Bühne. Und das wird in diesem Jahr auch wieder so sein“, ist sich Kunst-Koordinatorin Jutta Maier sicher, dass die Idee der Schulkulturtage funktioniert. Dabei hat sie nicht nur die Fächer Kunst und Musik im Blick. So wurde beim letzten Mal im Sportunterricht eine Akrobatik-Vorführung eingeübt, in Deutsch ein Rollenspiel und in Gesellschaftslehre eine szenische Zeitreise zu einem Geschichtsthema. „Ein wesentlicher Punkt ist die Eigenverantwortung des Einzelnen und die seiner Klasse. Texte, Requisiten, Musik usw. müssen beschafft werden“, setzt Jutta Maier auf Kreativität und Engagement der Schülerinnen und Schüler.

Vor allem in den jüngeren Jahrgängen ist natürlich die Motivation etwas auf die Bühne zu bringen besonders groß. „Aus einer fünften Klasse kommen regelmäßig sechs Mädchen zu einem Theaterprojekt im Rahmen der Mittagsfreizeit. Als sie von den Schulkulturtagen hörten, haben sie die ganze Klasse mit ins Boot geholt und wollen nun einen klassischen Tanz aufführen“, berichtet Jutta Maier. In einer achten Klasse wird das Musical „Sister Act“ Vorlage für einen Auftritt. „Dafür hat ein Mitschüler schon im Vorfeld das Musical sogar mehrfach in Köln besucht und versucht nun seine Begeisterung mit den Mitschülern zu teilen.“