Lehrer gewinnen die Bronzemedaille

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Der Sport wird an der Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen großgeschrieben. Aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler sind sportlich, sondern auch ihre Lehrerinnen und Lehrer. Die Lehrermannschaft hat sich beim Volleyballturnier für Lehrer, das vom Westdeutschen Volleyball-Verband ausgerichtet wird, auf den 3. Platz gespielt.

Sportlehrer Daniel Gödde ist vor drei Jahren auf das Turnier aufmerksam geworden und seitdem ist die Ahlener Lehrermannschaft äußerst erfolgreich unterwegs. Gleich bei der ersten Teilnahme wurde man die zweitbeste Mannschaft in ganz Nordrhein-Westfalen und auch letztes Jahr hatte man sich sportlich für die Endrunde qualifiziert, an der dann aber leider aufgrund von Terminproblemen nicht teilgenommen werden konnte.

Umso motivierter fuhren die Pädagogen in diesem Jahr nach Werne, um die Farben der Fritz-Winter-Gesamtschule wieder erfolgreich bei der Finalrunde für die besten Lehrermannschaften zu vertreten. Den Kern der Mannschaft bilden David Schinowski, Mathias Kirchhoff und Daniel Gödde, die alle an der Fritz-Winter-Gesamtschule tätig sind. Hinzu kommen Adina Bitter, die 2010 ihr Abitur an der Gesamtschule erlangt hat, Jennifer Beel und Christopher Beckschulte.

Das Lehrerturnier ist vom Westdeutschen Volleyball-Verband so organisiert, dass aus ganz Nordrhein-Westfalen alle Schulformen teilnehmen können. Insgesamt haben sich in diesem Schuljahr 43 Schulen angemeldet. An der Finalrunde in Werne durften die zehn Sieger aus den einzelnen Bezirken teilnehmen und die beste Lehrermannschaft von Nordrhein-Westfalen ausspielen.

Zunächst wurde in zwei 5er-Gruppen „Jeder gegen jeden“ gespielt. Die Ahlener Lehrermannschaft wurde in eine Gruppe mit dem Gymnasium Herzogenrath, dem Burggymnasium Altena, dem Landrat-Lucas-Gymnasium Leverkusen und dem Lippe Berufskolleg Lünen gelost. Im Vergleich zur anderen Gruppe war das Niveau hier deutlich höher, sodass gegen das Gymnasium Herzogenrath und das Landrat-Lucas-Gymnasium aus Leverkusen richtig enge und hochklassige Volleyballspiele zustande kamen. Gegen diese beiden Schulen spielten die Ahlener remis, wohingegen die anderen beiden Schulen sehr deutlich besiegt werden konnten. Somit sprang der zweite Tabellenplatz heraus, der zur Teilnahme am Halbfinale berechtigte.

Dort sollte dann leider schon das vorgezogene Finale stattfinden, denn mit dem Spiel gegen die Marie-Curie Realschule aus Bottrop sollte sich ein hochklassiges Spiel entwickeln, das über die volle Distanz von drei Sätzen gehen sollte. Beide Mannschaften zeigten tolle Spielzüge und es wurde um jeden Ball gekämpft, denn jede Mannschaft wollte unbedingt in das Finale einziehen. Den 1. Satz verloren die Ahlener knapp mit 16-21, was aber ihren Kampfgeist nicht brechen sollte. Im 2. Satz konnte Jennifer Beel das Ahlener Angriffsspiel noch besser und variantenreicher in Szene setzen, da die Annahme nun durchweg sehr stabil war. Zudem konnte der Gegner durch druckvolle Aufschläge permanent so unter Druck gesetzt werden, dass die gegnerischen Angriffe nicht mehr so effektiv wie im 1. Satz gespielt werden konnten. Der 2. Satz ging klar mit 21-13 an die Ahlener. Die Entscheidung musste also im dritten und entscheidenden Satz fallen! Beide Mannschaften waren weiterhin hoch motiviert und feuerten sich lautstark bei jedem Punktgewinn an. Bis zur Mitte des Satzes war nicht abzusehen, wer als Sieger das Feld verlassen könnte: so ausgeglichen waren beide Mannschaften. Erst zum Ende des Satzes ließen Kleinigkeiten des Blatt zugunsten der Bottroper wenden, die den Satz schließlich mit 15-12 gewinnen konnten.

Das Finale war somit für die Ahlener leider verpasst, aber dennoch wollte man unbedingt auf das Podest kommen. Das Spiel um Platz 3 konnte dann sogar mit halber Kraft bestritten werden, da der Leistungsunterschied zum Gymnasium St. Leonhard aus Aachen einfach zu groß war. Das Spiel wurde locker und souverän mit 25-9 und 25-16 gewonnen.

„Es ist ein bisschen Schade, dass wir es nicht bis in das Finale geschafft haben. Nichtsdestotrotz haben wir heute nur ein Spiel ganz knapp verloren, und das war gegen den späteren Sieger aus Bottrop. Von daher glänzt die Bronzemedaille eher golden. Stolz können wir aber vor allem darauf sein, dass wir seit drei Jahren im Bereich Volleyball konstant zu den besten Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen zählen! Im nächsten Jahr werden wir wieder teilnehmen und versuchen den Pokal an die Fritz-Winter-Gesamtschule zu holen“, resümierte Mannschaftskapitän Daniel Gödde nach einem langen Tag in Werne.