Mathematik als Teamarbeit

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Gemeinsam ist man stärker. Das gilt auch für die Lösung kniffliger mathematischer Probleme. Die Fritz-Winter-Gesamtschule nahm erstmals am Bolyai-Mathematikwettbewerb teil. Dieser stellt nicht Einzelleistungen, sondern die Stärkung des Teamgedankens in den Vordergrund. Gleich elf Mannschaften der Gesamtschule rechneten sich die Köpfe heiß.

János Bolyai war ein ungarischer Mathematiker, der sich im 19. Jahrhundert als einer der ersten mit nichteuklidischer Geometrie befasste, bei der das Parallelenaxiom nicht gilt. In seinem Namen entstand vor zwölf Jahren in Budapest der Teamwettbewerb, der seitdem in ganz Europa immer mehr Anhänger findet. In diesem Jahr nahmen erstmals auch Schulen aus Nordrhein-Westfalen und Hessen teil.

„Gearbeitet wird in Vierer-Teams, klassenübergeifend von Klasse 3 bis 13. Die Teams finden sich selbst und melden sich unter einem Teamnamen an“, berichtete Mathematik-Lehrer Johannes Gulde, der den Wettbewerb organisierte.

Die elf Teams der Gesamtschule kamen aus den Jahrgängen 6, 10, 12 und 13 und hatten jeweils 60 Minuten Zeit um die 14 Aufgaben gemeinschaftlich zu lösen. „Besonders knifflig ist hier, dass von den vorgegebenen 5 Antworten keine, eine,… oder sogar alle fünf richtig sein können“, verdeutlichte Gulde den Unterschied zum bekannten Känguru-Wettbewerb.

Mathekollege Sebastian Theismann lobte den Einsatz der Schülerinnen und Schüler: „Die Diskussionen in allen Gruppen waren intensiv und konzentriert, die Aufgaben waren sehr anspruchsvoll.“

Bestes Team der Fritz-Winter-Gesamtschule in der Wertung NRW und Hessen war „(a+c)²“ aus dem Jahrgang 10 mit Erreichen von Platz 12. Auch die Oberstufenteams „lim x→∞“ und „mein Lieblingsteam“ erreichten mit den Plätzen 36 und 28 gute Ergebnisse.

Dass der Platz in der Wertung letztlich Nebensache war, stellten allerdings die „Crazy Girls“ aus Jahrgang 6 fest und rückten die Freude am gemeinschaftlichen Problemlösen in den Vordergrund: „ So hat Mathe Spaß gemacht. Bei manchen Aufgaben waren wir uns schnell einig, bei anderen mussten wir mehr diskutieren um eine gemeinsame Lösung zu finden.“