Messe rund um die Zukunft

Was soll aus mir bloß einmal werden? Auf diese schwierige Frage suchten jetzt 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 12 und 13 der Fritz-Winter-Gesamtschule bei der Ausbildungs- und Studienmesse „Vocatium Münsterland“ eine angemessene Antwort.

„Eine Besonderheit der Messe ist, dass die Schülerinnen und Schüler vorab Gesprächstermine bei Firmen, Behörden oder Universitäten anmelden können und sich entsprechend gezielt darauf vorbereiten können“, berichtet Bernd Lessner, der als Studien- und Berufswahlkoordinator für die gymnasiale Oberstufe die Fahrt zur Messe nach Münster organisiert hatte. Bereits vor den Sommerferien sei an der Gesamtschule das Messeprogramm vorgestellt worden, die Schülerinnen und Schüler hätten auf Wahlbögen ihre Wünsche äußern können. „Und recht viele davon konnten auch realisiert werden.“

sdr

Bei der Messe selbst reichte das Spektrum der Aussteller von Behörden wie Polizei, Zoll oder Finanzamt bis zu Verpackungsmittelherstellern, Drogerieketten, Modehäusern oder Baufirmen. Fachhochschulen aus der Region waren ebenso vertreten wie einige Universitäten aus den Niederlanden. Auch private Universitäten oder Berufsfachschulen nutzten die Messe um mit der jungen Zielgruppe ins Gespräch zu kommen. Aus Ahlen war die Firma Winkelmann mit einem Stand vertreten. „Leider sind die großen Universitäten aus der Region nicht bei der Messe präsent, das hätte sicher das Bild für unsere Schüler mit Studienwunsch noch mehr abgerundet“, meint Bernd Lessner. Aber auch so hatten die Ahlener in Münster reichlich zu tun. Und sei es nur, dass es darum ging einmal einzuüben sich selbst und seine Fragen bei potenziellen Arbeitgebern vorzustellen. Und so trugen die meisten Schülerinnen und Schüler tütenweise Infomaterial mit nach Hause, bestätigte sich für die einen ihr Berufswunsch, während sich für andere neue Perspektiven auftaten. Und auch wenn es, so Finja Meininghaus aus der 12, „sehr voll und laut“ in der Messehalle war, fühlten sich doch fast alle bei ihren Gesprächen an den Ständen gut aufgehoben. „Ich konnte heute alle meine Fragen stellen“, meinte Mitschülerin Olivia Gunnemann. Im kommenden Schuljahr wird sich die Messe wieder bei der Oberstufe der Fritz-Winter-Gesamtschule vorstellen. Für Zwölftklässlerin Julia Florko ist klar: „Wenn ich bis dahin keine genaue Vorstellung habe, fahre ich auf jeden Fall wieder hierhin.“