MINT-Projekt mit positiver Zwischenbilanz

Mit einer Kombination aus den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) baut die Fritz-Winter-Gesamtschule seit Schuljahresbeginn einen neuen Schwerpunkt auf. Nach dem ersten halben Jahr MINT zieht die Gesamtschule eine erste Zwischenbilanz. Gut geklappt hat dabei offenbar die Einbindung der neu angeschafften Tablet-Computer (I-Pads) in den Unterricht.

„Neben der Sport- und der Kunstklasse wollten wir einen dritten Schwerpunkt für Schülerinnen und Schüler mit besonders ausgeprägten Interessen und Talenten anbieten“, erklärt Mathias Kirchhoff. Der Physik- und Techniklehrer gehört zu den Mitbegründern des MINT-Projekts an der Gesamtschule. Naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schülerinnen und Schüler hätten die Möglichkeit, in zwei speziellen MINT-Stunden pro Woche spannende Projekte zu bearbeiten und Mitschülerinnen und Mitschüler mit ähnlichen Interessen klassenübergreifend kennenzulernen.

Die ersten 16 Schülerinnen und Schüler haben sich gemeinsam mit Biologielehrer Andreas Kölzer in Jahrgang 5 auf den MINT-Weg gemacht. In vielen Experimenten untersuchten sie bisher etwa die Verteilung der Sinneszellen auf der Zunge, übten die Grundlagen des Experimentierens oder trainierten die Präsentation von Ergebnissen.

Da Andreas Kölzer zudem im Bereich der Digitalisierung von Unterricht und der Nutzung von I-Pads ein sehr erfahrener Lehrer ist, organisierte er einige klassische Experimente ganz neu. „Sogar beim Keimen von Bohnensamen oder dem Wachstum von Kresse bietet der Einsatz der Tablet-Computer ganz neue Möglichkeiten beim Beobachten und Analysieren“, berichtet Mathias Kirchhoff. Und sobald die neuen Apps für die i-Pads auf dem Markt sind, kann im Zeitraffer-Video das Pflanzenwachstum beobachtet und über spezielle Sensoren viele Umweltfaktoren wie Licht, Bodenfeuchtigkeit und pH-Wert gemessen und einfach ausgewertet werden.

Mathias Kirchhoff ist sich jedenfalls sicher, dass die Gesamtschule mit dem Aufbau eines MINT-Schwerpunktes auch etwas für die Zukunftsfähigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler tut: „Dabei geht es nicht nur um eine spätere Berufswahl, sondern auch darum, sich bei Themen wie Energie oder Umweltschutz besser eine Meinung bilden zu können.“

Und so laufen an der Fritz-Winter-Gesamtschule schon die Planungen für die Fortführung des MINT-Projekts im nächsten Schuljahr. Während Andreas Kölzer sich mit den neuen Fünfern wieder um den Geschmackssinn kümmern will, führt Mathias Kirchhoff in der Sechs Projekte aus den Bereichen Technik und Physik durch. Kirchhoff: „Der Wechsel der Lehrkräfte bietet auch die Chance, die Projekte immer mit Hilfe eines Experten zu bearbeiten.“