Neue Stelen finden im Garten der Erinnerung ihren Platz

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Seit sechs Jahren erinnern im „Garten der Erinnerung“ an der Fritz-Winter-Gesamtschule über 50 Stelen an Zwangsarbeiter aus der damaligen Sowjetunion. Sie verloren während der Nazi-Diktatur in Ahlen ihr Leben. Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs pflegten in der Projektwoche die Stelen und den Garten und stellten außerdem 14 neue Stelen auf.

Die Stelen hatten bisher an der Geschwister-Scholl-Schule gestanden, die seinerzeit beim Erinnerungsprojekt mitgemacht hatte. Sie wurden am Ende des letzten Schuljahres in einer Feierstunde in Anwesenheit des Bürgermeisters Dr. Alexander Berger an die Fritz-Winter-Gesamtschule übergeben, damit sie dort weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sind und die Erziehung zu Frieden und Versöhnung illustrieren können.

Damit dies gelingt, war während der Projektwoche auch handwerkliche Arbeit gefragt, denn die sechs Jahre im „Garten der Erinnerung“ am Haupteingang der Gesamtschule haben an den Stelen ihre Spuren hinterlassen. In warmer Kleidung wurde an den aus Holz bestehenden Stelen tatkräftig gesägt, geschliffen und lackiert. „Die Schülerinnen und Schüler haben aber auch die Hecke geschnitten und die Anlage in Ordnung gebracht, damit der Garten der Erinnerung würdig gepflegt bleibt“, berichtet die Didaktische Leiterin der Gesamtschule, Claudia Buchartowski. Unterstützt hat das Projekt das Jugendforum Ahlen in Verbindung mit dem Bundesprojekt „Demokratie leben“.

 

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Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Schüler und Lehrer – auf dem Foto sind Philipp Büscher,  Marita Stein und Celina Gruno-Gonzalez zu sehen – wurden die von der Geschwister-Scholl-Schule übernommenen Stelen an der Fritz-Winter-Gesamtschule überarbeitet.