„people are different – human rights not“

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Am Montag startet eine Schülergruppe der Fritz-Winter-Gesamtschule zu einer Begegnungsreise der besonderen Art in der Jugendbegegnungsstätte in Lommel/Belgien, wo sich der größte deutsche Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkriegs im westeuropäischen Ausland befindet.

Zusammen mit den Lehrpersonen Claudia Buchartowski und Rainer Legant haben sich die Schülerinnen und Schüler, die alle in der gymnasialen Oberstufe sind, auf diese binationale Begegnungsreise gut vorbereitet. Hintergrund ist die intensive Erinnerungsarbeit der Ahlener Gesamtschule.

Am Mittwoch der kommenden Woche (26.10.16) münden die Vorbereitungsarbeiten dann in der offiziellen Vereinbarung einer Bildungspartnerschaft des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband NRW, mit der Stadt Ahlen und der Fritz-Winter-Gesamtschule.

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Rainer Legant ist der Koordinator der Erinnerungsarbeit an der Fritz-Winter-Gesamtschule und hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bildungspartnerschaft in Lommel, Belgien unterzeichnet werden kann.

Im Beisein der Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, Frau Sylvia Löhrmann, der Bildungsministerin für Flandern, Frau Hilde Crevits (angefragt) und des deutschen Botschafters für das Königreich Belgien, Herrn Rüdiger Lüdeking, wird ein eindrucksvoller und abwechslungsreicher Tag mit der offiziellen Unterzeichnung der Vereinbarung gestaltet werden.

Um 10:30 Uhr sind Empfang und Begrüßung im Huis van des Stad (Rathaus) durch den Ersten Beigeordneten der Stadt Lommel, Herrn Kris Verduyckt vorgesehen. Anschließend um 11:30 Uhr werden die Gäste im Huis over Grenzen, Jugendbegegnungsstätte Lommel, durch die Leiterin des Hauses, Frau Myriam Koonings empfangen.

Ab 11:45 Uhr wird der Botschafter Rüdiger Rüdeking den Hintergrund des Tages erläutern und Ministerin Sylvia Löhrmann zur Erinnerungskultur und Relevanz schulischer Projekte in Nordrhein-Westfalen sprechen. Frau Ministerin Hilde Crevits (angefragt) wird die Arbeit der flandrischen Schülergruppe und der schulischen Arbeit im Bereich Erinnerungskultur erläutern.

Anschließend präsentieren die beteiligten Schülergruppen, drei deutsche und eine belgische Schule, ihre vorbereiteten Projekte. So werden u.a. ein Kunstprojekt zu den Themen Menschenrechte und Diskriminierung, ein Theaterworkshop zu den Themen Flucht, Vertreibung und Heimat sowie ein Workshop zu einzelnen Schicksalen von Kriegsopfern die in Lommel beigesetzt sind durchgeführt.

Ab 13:30 Uhr findet eine Diskussion mit den beteiligten Schülerinnen und Schülern dem Titel „people are different – human rights not“ statt. Anschließend bieten die Gruppe des Hugo Junckers Gymnasiums einen Rundgang über die Kriegsgräberstätte an bei dem sie einzelne Biografien von dort bestatteten Personen vorstellt.

Ab 16:00 Uhr ist die offizielle Unterzeichnung der Bildungspartnerschaft vorgesehen. Szenische Darstellung durch die Schülergruppe der Gesamtschule Paderborn-Elsen zum Thema Flucht und Vertreibung und Vortrag eigener Texte zum Thema Frieden bilden den Rahmen.

Abschließende Worte durch Herrn Wolfgang Wieland, für den Bundesvorstand des Volksbund Deutscher Kriegsgräber e.V. runden den Tag ab.

An dieser Veranstaltung wird auch der Schulleiter der Fritz-Winter-Gesamtschule, Alois Brinkkötter, teilnehmen. „Den Abschluss dieser Bildungspartnerschaft im Rahmen der Initiative „Gedenkstätte und Schule“ zwischen dem Volksbund, der Stadt Ahlen und meiner Schule begrüße ich sehr. Er ist die konsequente Fortsetzung unserer intensiven Erinnerungsarbeit in der Fritz-Winter-Gesamtschule und auf städtischer Ebene in der Kooperation aller weiterführenden Schulen. Auch als NRW Europaschule fühlen wir uns dazu verpflichtet. Er ist ein Baustein unserer kontinuierlichen Arbeit im Sinne einer grenzüberschreitenden Völkerverständigung für Frieden und Gerechtigkeit.“