Pilotprojekt abgeschlossen

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„Berufs- und Studienorientierung haben einen hohen Stellenwert im Kreis Warendorf. Denn die Schülerinnen und Schüler von heute sind unsere Fachkräfte von morgen.“ Das sagte Landrat Dr. Olaf Gericke, als der Abschlussbericht zum Projekt „Potenzialanalyse in Klasse 9“ vorgestellt wurde. Mit dabei war auch die Fritz-Winter-Gesamtschule.

Der Landrat zog seine Bilanz des Projekts im Sparkassenforum Warendorf. Denn die Sparkasse Münsterland Ost hat die Potenzialanalyse in den vergangenen drei Jahren durch ihre finanzielle Unterstützung möglich gemacht.

„Für den Einstieg ins Arbeitsleben ist die Berufsorientierung wichtig – und damit auch für die Wirtschaft in der Region“, sagte Roland Klein, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost, bei der Veranstaltung. Daran teil nahm neben Alois Brinkkötter, Leiter der Fritz-Winter-Gesamtschule, auch Marlis Ermer, Leiterin des Gymnasiums Laurentianum Warendorf. Rund 750 Schüler aus neunten Klassen der beiden Schulen haben in drei Jahren an diesem zusätzlichen Angebot zur Berufs- und Studienorientierung teilgenommen.

Potenzialanalysen sind Übungen und Tests, mit denen im Rahmen der schulischen Berufs- und Studienorientierung die Interessen und Potenziale von Schülerinnen und Schülern deutlich werden sollen. Auf Basis der so gewonnen Ergebnisse können die jungen Menschen fundiertere Entscheidungen zur Wahl von Praktikums und Ausbildungsstellen treffen.

Im NRW-Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – KAoA“ sind Potenzialanalysen im achten Schuljahr vorgesehen. Im Kreis Warendorf werden sie flächendeckend durchgeführt. Mit der erneuten Analyse im Rahmen des Pilotprojekts sollten die Erkenntnisse aus dem achten im neunten Schuljahr überprüft und vertieft werden.

Fachlich begleitet wurde die Maßnahme durch die Universitäten Jena und Münster. Dr. Katja Driesel-Lange und Iris Morgenstern von der Uni Münster präsentierten bei der Veranstaltung im Sparkassenforum die Ergebnisse der Langzeit-Beobachtung. Ein wichtiges Fazit war, dass zur Berufsorientierung eine Vor- und Nachbereitung in der Schule wichtig ist und dass sich das Thema wie ein roter Faden durch die Schulzeit ziehen muss. Neben der Unterstützung der Eltern und Lehrpersonen sei auch der Austausch mit Gleichaltrigen wichtig, hieß es.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Erfahrungsberichte der Schülerinnen und Schüler, die von dem Projekt profitiert haben. Zwar kennen die meisten von ihnen noch nicht ihr genaues Berufsziel und den Weg dorthin. Doch sie gehen jetzt gezielter in die Berufsfelderkundung und in Praktika.