Polnische Gastfreundschaft begeistert

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Polnische Gastfreundschaft genossen jetzt 15 Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule. Nachdem im September eine polnische Schülergruppe Ahlen besucht hatte, stand jetzt der Gegenbesuch am Gymnasium des oberschlesischen Städtchens Turza auf dem Programm. Neben bunten Programmpunkten wie die Besichtigung eines Bergwerks oder eines Blumenhandels gab es auch bewegende Begegnungen mit deutscher Geschichte und Schuld im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

Untergebracht war die Schülergruppe der Fritz-Winter-Gesamtschule, die von den Lehrkräften Nina Kohl und Stephan Lohölter begleitet wurde, in Gastfamilien. Und diese haben ihre Aufgabe offenbar sehr ernst genommen. „Die Gastfamilien haben sich total viel Mühe gegeben“, lobte etwa Frida Schneider, während auf Riccardo Gwodz ein anderer Aspekt polnischer Gastfreundschaft bleibenden Eindruck hinterließ: „Muss ich das alles essen? Das ist so viel!“

Das Besuchsprogramm forderte indes eine gute Grundlage, denn neben einem Besuch eines Großhandels für Blumen- und Gärtnerbedarf, einem Empfang beim Bürgermeister von Turza war auch ein gemeinsames Unterrichtsprojekt „Wir in Deutschland und Polen“ am Gymnasium Turza zu absolvieren. Die touristische Seite Oberschlesiens deckten unter anderem eine Bimmelbahnfahrt oder der Besuch der Burg in Racibórz ab. Tief beeindruckt waren die Ahlener auch vom Besuch des Bergbaumuseums in Zabrze. Dort ging es in 320 Meter Tiefe. Zudem stand auch Zeit für gemeinsame Unternehmungen mit den Gastfamilien zur Verfügung.

„Die größte Herausforderung war sicher der Besuch des KZ Auschwitz-Birkenau. Die Schüler waren tief bewegt“, bilanziert Lehrer Stephan Lohölter. „Auschwitz hinterlässt einen verstört“, bestätigt Tjan Keith. Und so zeigte der abschließende Besuch an der Stätte des millionenfachen Todes noch einmal die ganze Bandbreite auf, in der sich das deutsch-polnische Verhältnis bewegt.