Schüler erwirtschaften 900,00 Euro für notleidende Menschen auf den Philippinen

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Mit Recht können die drei Schülerinnen Charlotte Börner, Anna Hellwig und Alina Tordeurs sowie der Schüler Pasquale Fuchs (alle Jahrgangsstufe 10 der Fritz-Winter-Gesamtschule) stolz sein auf das Ergebnis ihrer großartigen Bemühungen, Spendengelder für notleidende Menschen auf den Philippinen zu sammeln; denn es sind insgesamt 900,00 Euro erwirtschaftet worden.

Dazu beigetragen hat der Schultheaterabend, wo ein Teil der Eintrittsgelder in diese Spendenaktion geflossen sind. Kaffee- und Kuchenaktionen an den beiden letzten Elternsprechtagen haben auch einiges erbracht und ein allgemeiner Spendenaufruf in der Elternschaft blieb auch nicht unerhört.

Am Donnerstag wurde das Geld nun der Kindernothilfe übergeben.

Hintergrund des außergewöhnlichen Engagements dieser Schülergruppe ist die Kampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes im DRK-Landesverbandes Niedersachsen. Dabei handelt es sich aktuell um ein Pilotprojekt in NRW. Ziel dieses Projektes ist es, jugendliche Heranwachsende zum Thema Humanität zu sensibilisieren und bei ihnen den Grundstein für ein europäisches und demokratisches politisches Bewusstsein zu legen.

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Soziales Engagement seitens insbesondere junger Menschen, trägt dazu bei, die Zukunft zu gestalten, zu prägen und ein Stück weit zu verbessern. Daher liegt ein weiteres Ziel in der Auszeichnung von Schulen und Schülern, die sich mit diesen Themen in besonderer Weise auseinandergesetzt haben.

Bausteine dieser Kampagne „Humanitäre Schule“ sind zum einen die Ausbildung von Schülern zu humanitären Scouts. Diese Ausbildung haben die vier in den Weihnachtsferien in Münster absolviert. Ein zweiter Baustein ist das Engagement für ein humanitäres Projekt, das die Gruppe selbst aussuchen, organisieren und durchführen musste. Die vier von der Fritz-Winter-Gesamtschule haben sich entschieden, den notleidenden Menschen auf den Philippinen zu helfen. In den vergangenen Jahren sind durch Klima-Katastrophen ihre Häuser zerstört worden und müssen jetzt um ihr Leben bangen. Wie immer in solchen Naturkatastrophen sind unglücklicherweise auch Kinder und ältere und kranke Menschen besonders hart betroffen. Über 4 Millionen Menschen wurden obdachlos, die Landwirtschaft unbrauchbar, ca. 100 Schulen und Kindergärten beschädigt. Die Spenden kommen nun einem Projekt zugute, das Schulen wieder aufbaut, damit auch Kinder in entlegenen Bergregionen Unterricht bekommen.

Die Schülergruppe, die von den Lehrkräften Selahatin Murt und Claudia Buchartowski begleitet werden, musste auch noch eine zuverlässige Hilfsorganisation ausfindig machen. Mit der Kindernothilfe, die mit einer 84prozentigen Effizienz (Platz Nr.1 unter den Hilfsorganisationen) die Spendengelder sehr sinnvoll für hilfsbedürftige Menschen einsetzt, haben sie sicherlich eine gute Wahl getroffen. Es können zum Beispiel mit 176 €, 20 Kinder 30 Tage lang mit einer warmen Mahlzeit täglich versorgt werden.

Somit glaubt das Team des „humanitären Projekts“, dass die erwirtschaftete Summe von 900 Euro bei der „Kindernothilfe“ gut ankommen wird.

Mit der Spendenübergabe ist die Arbeit aber noch nicht abgeschlossen; denn nun gilt es in der Jahrgangsstufe 10 ein Planspiel zu realisieren. Dabei geht es um einen Konflikt zwischen dem fiktiven afrikanischen Land Malea und seiner Provinz Lufar, der auch das Nachbarland Nongi mit einbezieht. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat zur Lösung dieses Konfliktes einen Unterausschuss gebildet, zu dem alle beteiligten Länder und Organisationen eingeladen sind. Die Schüler erarbeiten sich die Konfliktsituation und versetzen sich in die Situation von Delegierten, gestalten ihre Rollen und diskutieren gemeinsam Lösungsmöglichkeiten in Konferenzen und Verhandlungen.

Und schließlich erhält die Fritz-Winter-Gesamtschule das Zertifikat “Humanitäre Schule” des DRK-Landesverbandes. Für ihr Engagement erhalten die Schüler eine Urkunde. Die Scouts bekommen eine weitere, besondere Urkunde.

Und so äußerten sich die Schüler dieser Initiativgruppe:

„Durch das Planspiel in Münster haben wir die Nöte anderer Menschen viel besser kennengelernt und uns wurde es nochmals ganz klar, wie gut es uns hier in Deutschland geht.“

„Wir finden alle Kinder dieser Welt haben ein Recht auf Bildung und möchten mithelfen eine Perspektive für sie zu schaffen.“

„Die Kindernothilfe haben wir gewählt, weil diese Organisation die Hilfe dort hinbringt, wo sie wirklich gebraucht wird.“

„Die Verbindung zu den Philippinen ist durch Annas Schwester entstanden, weil sie dort als Helferin gearbeitet hat.“