Schule und was dann?

fwgberufsorientierung

Vielleicht nach zehn Jahren mit der Fachoberschulreife, vielleicht erst nach 13 Jahren mit dem Abitur – irgendwann aber ist für jeden Schluss mit Schule. Doch was kommt danach? Mit Fragen rund um Lebensplanung, Berufs- und Studienwahl beschäftigten sich jetzt an der Fritz-Winter-Gesamtschule gleich vier Jahrgänge.

Dass die Wahl des richtigen Berufes auch ein Prozess der Selbstfindung ist, erlebten die Jungen und Mädchen des achten Jahrgangs: Wo bin ich in zehn Jahren? Wie schätze ich mich selbst ein, wie sehen mich andere? Bei Testtagen in der Ahlener Schuhfabrik ging es für die Schülerinnen und Schüler außerdem darum, ihren Potenzialen, Neigungen und Interessen auf die Spur zu kommen.

Beobachtet und begleitet wurden sie bei dieser Potenzialanalyse von den Teamern des Instituts für Bildungskooperation (IfBk) aus Münster. Drei Berufsfelderkundungstage schließen sich im Laufe des Schuljahres an.

Schon näher dran am Arbeitsleben ist der 9. Jahrgang. Für ihn stehen im Januar ein dreiwöchiges und vor den Sommerferien ein zweiwöchiges Betriebspraktikum auf der Agenda. Betriebsbesichtigungen bei Kooperationspartnern der Fritz-Winter-Gesamtschule – Kaldewei in Ahlen, Blumenbecker in Beckum und VEKA in Sendenhorst – stimmten darauf ein. In Zusammenarbeit mit der AOK durchlief zudem jede Klasse ein Bewerbungstraining.

Für den 10. Jahrgang stehen aktuell die Zentralen Abschlussprüfungen im Fokus des Schülerinteresses. Neben der Vorbereitung auf die dort zu erwartenden Aufgabenformate organisierten die Lehrerinnen und Lehrer des Jahrgangsteams einen Besuch der Universität Bielefeld für die Schülerinnen und Schüler, die an der Gesamtschule das Abitur anstreben.

Die Universität in Bielefeld war auch Ziel des gesamten 12. Jahrgangs. Alternativen zu einem Studium in Deutschland zeigten Studierende der Universität Twente aus Enschede in den Niederlanden bei einem Vortrag in der Schule auf. Bei Schülerinnen aus den Sport-Leistungskursen warb die Ruhr-Universität Bochum für den Studiengang Sportwissenschaften. Gleich mit vier Studien- und Berufsberatern war die Arbeitsagentur zu Gast, um den Jahrgang über Perspektiven nach dem Abitur zu informieren. In die Praxis umsetzen können die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten dies alles im April nächsten Jahres. Dann steht das 12er-Praktikum an.