Sozialpraktikum ist Compassions-Projekt

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Achtklässler der Gesamtschule machen wichtige Erfahrungen

Zur echten Erfolgsgeschichte entwickelt sich das Sozialpraktikum an der Fritz-Winter-Gesamtschule. 60 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs arbeiten im Tierheim, helfen bei der Hausaufgabenbetreuung in Grundschulen, ergänzen die Angebote in Kindergärten oder unterstützen die Betreuungskräfte in Seniorenheimen. „Unsere beiden Praktikantinnen sind eine Bereicherung“, meint etwa Lara Weniger vom Sozialen Dienst des Hugo-Stoffers-Seniorenzentrums.

In der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt sind mit Michelle Ginder und Michelle Heuer zwei Mädchen aus der Kunst.Klasse! 8 als Praktikantinnen aktiv. Sie holen und bringen etwa die Senioren zum Kaffeekränzchen und zur Musikstunde am Nachmittag. „Sie lernen die Abläufe im Seniorenzentrum kennen und haben auch ein Auge auf die Senioren. Sie entlasten uns.“, ist Lara Weniger mit ihren Praktikantinnen sehr zufrieden.

Das Seniorenzentrum ist seit Beginn der Sozialpraktika an der Gesamtschule dabei, also seit fünf Jahren. „Wir haben klare Vorstellungen, wie ein Praktikant sich zu verhalten hat und auch was er anziehen kann“, berichtet Weniger, die es auch schon erlebt hat, dass eine Praktikantin „ganz in Schwarz“ bei den Seniorinnen und Senioren zunächst nicht gut ankam.

Vorbereitet wurden die Sozialpraktikanten in diesem Jahr in zwei Kursen, die von den Lehrerinnen Sonja Köster und Simone Homborg geleitet wurden. Im ersten Halbjahr wird im Unterricht das Sozialpraktikum vorbereitet und organisiert, im zweiten Halbjahr werden die (Unterrichts)Stunden in den Einrichtungen absolviert. Der Kurs „Sozialpraktikum“ ist Bestandteil des konfessionsgebundenen Religionsunterrichts. „Unsere Schülerinnen und Schüler können durch das Sozialpraktikum das Leben aus einer zum Teil ungewohnten, aber wichtigen Perspektive kennenlernen. Das ist ein „Compassion-Projekts“. Compassion bedeutet u.a. Mitleidensfähigkeit, Zuwendung zu Hilfsbedürftigen und Ausgegrenzten, ein elementar wichtiger Aspekt des Religionsunterrichts“, ist sich Simone Homborg, die genau wie ihre Kollegin auch Religionslehrerin ist, sicher.

Im kommenden Schuljahr gibt es wieder zwei Vorbereitungskurse. Simone Homborg: „Für das nächste Sozialpraktikum haben sich wieder 60 Schülerinnen und Schüler angemeldet.“