Tierschutz-AG der Gesamtschule wirbt für Kastrationspflicht

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Eine Katze kann in wenigen Jahren für mehrere tausend Nachkommen sorgen. Auch in Ahlen und Umgebung leben etliche herrenlose Katzen, die sich mit unkastrierten Freigängerkatzen immer wieder verpaaren und für weiteren Nachwuchs sorgen. Daran muss sich etwas ändern, meint die Tierschutz-AG der Fritz-Winter-Gesamtschule und wirbt für eine Kastrationspflicht für Katzen.

„Die Schülerinnen und Schüler haben das Thema Katzen und Katzenhaltung selbst gewählt. Dabei stießen sie auf das Problem der Straßenkatzen“, erklärt Lehrerin Stephanie Rosentreter, die die Tierschutz-Arbeitsgemeinschaft im 5. und 6. Jahrgang betreut. Die Haustiere seien für ein Leben in der Natur nicht gerüstet, die meisten würden frühzeitig und elend sterben. „Die Jungen und Mädchen fanden das Thema so wichtig, dass sie auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger darüber informieren wollten.“

Die Schülerinnen und Schüler starteten deshalb zunächst mit einer Umfrage zur Katzenkastration in der Ahlener Innenstadt. „Viele Bürgerinnen und Bürger waren erstaunt – so wie wir vorher auch – dass es so viele Straßenkatzen gibt und wie schnell sich ein Katzenpaar vermehrt“, berichtet Stephanie Rosentreter. Fast alle Befragten hätten sich anschließend für eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ausgesprochen. „Bisher hat im Kreis Warendorf nur die Stadt Ennigerloh die Kastrationspflicht eingeführt“, bedauert die Lehrerin.

Die Ergebnisse der Straßenbefragung und Fakten zur Katzenkastration hat die Tierschutz-AG mit viel Engagement in eine Plakatausstellung eingebracht und präsentierte diese beim Tag der offenen Tür an der Gesamtschule. An einem Infostand mit selbst gebasteltem Katzenspielzeug und Vogelfutterspendern sammelte die AG zudem knapp 100 Euro für das Mammut-Tierheim. Stephanie Rosentreter: „Dort ist die Katzenschwemme aufgrund versäumter Kastrationen jedes Jahr ein großes Problem.“