¡Viva España! Der Abiturjahrgang auf Bildungsreise in Spanien

Bild 10 Gruppenfoto

110 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs der Fritz-Winter-Gesamtschule suchten sich als Ziel für ihre Studienfahrt Spanien aus. So ging es für die angehenden Abiturienten mit zwei Bussen Richtung Süden. Begleitet wurden sie von ihrem Beratungsteam und drei weiteren Pädagoginnen und Pädagogen.

Bereits zu Beginn des 2. Halbjahres der 11. Klasse wurden die Planungen für die Studienfahrt aufgenommen. Von Anfang an war für die Schülerinnen und Schüler klar, dass sie als gesamter Jahrgang zusammen die Studienfahrt unternehmen möchten. Ein Ziel der Studienreise war es sie zu einer gemeinsamen Gruppe näher zusammen zu bringen und zu einem bewussten Miteinander für die anstehende Abiturphase zu sensibilisieren. Es hat auch nicht lange gedauert, bis sich der Jahrgang auf ein gemeinsames Ziel für die Fahrt geeinigt hatte: es sollte nach Spanien gehen! Diese Entscheidung war wohl überlegt, denn schließlich wählten gut zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler Spanisch als Fremdsprache. So konnten sie die erworbenen Sprachkenntnisse im fremden Land anwenden.

Am Freitagabend ging es mit zwei Bussen auf den Weg Richtung Süden. Am nächsten Tag zur Mittagszeit wurde die Strecke von gut 1500 km sicher zurückgelegt und das Meer erstrahlte in seinem Glanz direkt vor dem Hotel. Am ersten Tag wurde die Stadt dann mit einer kleinen Rallye erkundet.

In den nächsten Tagen standen einige Aktivitäten für die Schülerinnen und Schüler auf dem Programm, um die Kultur und Sehenswürdigkeiten des Landes sowie der Region Kataloniens besser kennenzulernen. Am Sonntag ging es zum Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat. Der Berg Montserrat liegt etwa 45 km nordwestlich von Barcelona. Schon von weitem bietet der 1.236 Meter hohe Berg einen grandiosen Anblick. Auch von oben kann man die Fernsicht bis weit in das Hinterland von Katalonien erleben. Schon die Anfahrt mit dem Bus über gut ausgebaute und kurvenreiche Serpentinen ist ein Vorgeschmack dessen, was einem auf dem Gipfel des Montserrat erwartet. Das Kloster von Montserrat ist eine besondere Sehenswürdigkeit, welche vor allem durch die Kulisse, in die die Gemäuer hineingebaut wurden, begeistert. Viele der Touristen reisen allein wegen der Statue der Schwarzen Madonna, der Schutzpatronin Kataloniens, an.

Bild 2 Bergkloster von Montserrat

Für den Montag standen zwei Ziele auf dem Programm: der Besuch des Museums von Salvador Dali und die Erkundung der 1000-jährigen Stadt Girona. Zunächst ging es morgens in die Geburtsstadt von dem ebenso genialen wie eigenwilligen Künstler Salvador Dali nach Figueres. Das im Jahr 1974 eröffnete Museum ist weltberühmt und lockt sowohl Touristen als auch Kunstkenner gleichermaßen an. Das trifft natürlich auch auf den Abiturjahrgang zu, denn vor allem der Kunst Leistungskurs, aber auch die Grundkurse, waren zum Beispiel sehr interessiert an den zerfließenden Uhren, sicher eines der bekanntesten Werke Dalis.

Bild 4 Dali-Museum

Auf dem Rückweg ging es dann nach Girona, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Girona und der Costa Brava. Die knapp 100.000 Einwohner zählende Stadt am Fuß der Pyrenäen ist interessant, bildschön und hat einiges zu bieten. Vor allem die historische Altstadt mit römischen, maurischen und jüdischen Spuren ist sehenswert. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale Santa Maria, die vom 11. bis ins 17. Jahrhundert erbaut wurde. 90 Stufen der monumentalen barocken Freitreppe müssen bewältigt werden, um vor dem Hauptportal zu stehen. Im Inneren verbirgt sich das größte, gotische Kirchenschiff der Welt. Weitere Höhepunkte stellen die begehbare Stadtmauer, bunte Häuserfassaden am Ufer des Rio Onyar und die orangerote Brücke, welche von Gustave Eiffel erbaut worden ist, dar. Viele Schülerinnen und Schüler waren ganz gespannt auf die Stadt, denn sie ist ein Drehort der derzeit erfolgreichsten Serie der Welt: Teile der 6. Staffel von „Game of Thrones“ wurden hier gedreht.

Die letzten beiden Tage wurden dann in der Traumstadt Kataloniens verbracht: Barcelona. Insgesamt 1,6 Millionen Menschen leben hier am Mittelmeer. Am ersten Tag brachten die Busfahrer die angehenden Abiturienten zur Kirche Sagrada Familia. Von hier aus startete erneut eine Rallye, bei der die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen die Millionenstadt auf eigene Faust erkunden und die bekanntesten Sehenswürdigkeiten kennenlernen konnten. Am Ende des Tages konnte auch noch die Einkaufsmeile Las Ramblas ausgiebig erkundet werden.

Bild 6 Sagrada Familia

Der zweite Tag in Barcelona begann zunächst mit einer Busrundfahrt durch die Stadt, die von den sich bestens in Barcelona auskennenden Busfahrern durchgeführt wurde. Die Rundfahrt startete wieder an der imposanten Sagrada Familia und führte die Schülerinnen und Schüler daraufhin zum Olympiastadion von den Olympischen Sommerspielen von 1992. Hier konnten einige Fotos und Selfies von der beeindruckenden und geschichtsträchtigen Kulisse gemacht werden. Von dort aus ging es dann weiter zum Montjuic, der mit 173 Metern als der Hausberg der katalanischen Hauptstadt gilt. Auf ihm wurden sowohl die Weltausstellung des Jahres 1929 als auch Weltmeisterschaftsläufe für die Formel 1 ausgetragen. Außerdem kann von der Aussichtsplattform die ganze Stadt überblickt und wunderschöne Fotos gemacht werden. Zum Abschluss der Stadtrundfahrt wurde der Hafen von Barcelona anvisiert. Von hier aus konnten die Schülerinnen und Schüler die Stadt dann nochmals alleine erkunden. Besonders beliebt war nicht nur der Besuch des größten Fußballstadions von Europa, dem Camp Nou, das rund 100.000 Zuschauern Platz bietet, um die Spiele des FC Barcelona zu verfolgen, sondern auch das Aufsuchen der Einkaufsstraße Las Ramblas und die Besichtigung des Hafens. Viele der Schülerinnen und Schüler hatten sich auch mit ihren Austauschschülern verabredet, die sie von ihrem Austausch aus der 11. Klasse kannten.

Nach sechs ereignisreichen und lehrreichen Tagen ging es dann Donnerstagabend zurück in die Heimat nach Ahlen.

„Der Jahrgang ist während dieser Fahrt noch einmal näher zusammengerückt und geht gestärkt und voller Tatendrang in die kommenden Aufgaben auf dem Weg zum Abitur. Es war eine wunderschöne Zeit, die sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer so schnell nicht vergessen werden!“, blickte der Beratungslehrer Daniel Gödde auf die eine Woche in Spanien mit seinen Schützlingen sehr positiv zurück.