Vom Umgang mit Unterschieden

„Gleichberechtigung und Vielfalt sind uns wichtig“, meint die Fritz-Winter-Gesamtschule und organisierte jetzt für den kompletten 10. Jahrgang eine Projektwoche zum Thema „Gleichberechtigung und Vielfalt“. Unterstützung holte sich die Schule beim „Treibkraft.Theater“ Hamm und der Diplompädagogin Stephanie Herrera-Riekens.

 Größter Baustein der Projektwoche war das neueste Stück des „Treibkraft.Theaters“ mit dem Titel „(m – w – d) – männlich-weiblich-divers“. Die Schauspieler Matthias Damberg und Philip Gregor Grüneberg spielen darin Forscher mit einem besonderen Auftrag: Wie sehen die Geschlechterbilder der Schülerinnen und Schüler 2018 aus? Wo stehen sie? Unterstützt werden sie dabei von der künstlichen Intelligenz „Queeri“ sowie einer Studentin. Gemeinsam brachte dieses Team die Schülerinnen und Schüler auf den aktuellen Stand der Geschlechterdiskussion und banden sie aktiv in Fragestellungen rund um den eigenen Blick auf Gemeinschaft, Gleichberechtigung und Geschlechterrollen ein. 

In einem Workshop spielten die Schülerinnen und Schüler dann selbst Rollen. Im Mittelpunkt stand das Problem „Menschenfeindlichkeit“. Immer wieder tauchte dabei das Thema Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern auf. „Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs haben sich dabei eindeutig positioniert: Gleichberechtigung ist uns wichtig!“, erklärt Abteilungsleiterin Ines Reicke.

Den zweiten großen Baustein der Projektwoche bildete eine „Diversity-Training“ mit Stephanie Herrera-Riekens, Diplompädagogin und „Diversitiy-Trainerin“.

„Diversity“ heißt dabei, die in der Gesellschaft vorhandene Vielfalt wertschätzen und als Ressourcen zu nutzen. Dabei beschäftigt sich „Diversity“ mit der Balance von Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Unterschiede werden nicht als Defizit, sondern als Chance verstanden.

Ines Reicke: „Durch das Diversity-Training sollten die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, sich den Herausforderungen der vielfältigen Gesellschaft zu stellen und diese positiv anzunehmen.“ Themenschwerpunkte seien etwa Familie, ethnische Prägung, soziale Herkunft oder sexuelle Orientierung gewesen.

Stephanie Herrera-Riekens war von der kritischen Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler begeistert: „Die meisten sind für ihr Alter schon sehr weit und es wäre schön, wenn an diesen Themen weitergearbeitet und sie von unterschiedlichen Standpunkten beleuchtet würden!“

Die Projektwoche wurde durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Eine Idee vom Glück“ im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie Ahlen“ gefördert und von der Sparkasse Münsterland-Ost unterstützt.