Vom Wechselspiel zwischen Schein und Sein

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Liegt die Wahrheit auf dem Fußballplatz oder doch auf der Theaterbühne? Und hilft die Pubertät bei der Suche danach? Mit dem Wechselspiel von Schein und Sein beschäftigt sich in diesem Jahr der Theatertag der Fritz-Winter-Gesamtschule. Am Mittwoch, 5. April, präsentieren ab 18 Uhr die rund 150 Schülerinnen und Schüler des Fachs „Darstellen und Gestalten“ der Jahrgänge 6 bis 10 ein abwechslungsreiches Programm im Forum der Gesamtschule.

„Seit mehr als zehn Jahren ist der Theatertag jährlicher Höhepunkt für die Schülerinnen und Schüler, die das Fach „Darstellen und Gestalten“ als Neigungshauptfach gewählt haben“, erzählt Jutta Maier, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen den Abend organisiert. Seien die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen als „Anfänger“ noch spielerisch dabei, so nehme die Präsenz und Aussagekraft der Darstellungen von Jahr zu Jahr zu. „Wir haben ein abwechslungsreiches Programm und präsentieren die Methoden des Fachs und die Bandbreite der Auseinandersetzung mit dem Thema“, berichtet Jutta Maier, die sich – themengerecht – in diesem Jahr nicht wirklich festlegen will: „Es geht um „Mehr Schein als Sein“ oder „Mehr Sein als Schein“ oder „Als Sein mehr Schein‘ … !”

Was hinter dem Anschein des Fremden steckt, untersucht zum Beginn des Abends der 6. Jahrgang und fragt: „Stell dir vor auf dem Schulhof taucht eine fremde Gruppe Jugendlicher mit ihren eigenartigen Riten und Gebräuchen auf – Wie lange bleibt ihr euch fremd?“

Der 7. Jahrgang stellt dagegen fest, dass die Wahrheit, eben doch nicht auf dem Platz liegt, sondern in der Fankurve: Echte Liebe, die nie vergeht.

Bei Märchen und bei Castingshows streben Schein und Sein oft auseinander. Der 8. Jahrgang lässt folgerichtig die Gebrüder Grimm für ein neues Märchen in einem Casting die passende Besetzung suchen.

Das „Pubertier“ bricht im 9. Jahrgang aus. Es scheint alles so schwierig, dabei ist es so einfach: Kopfsalat, hemmungslose Teilnahmslosigkeit und ekstatische Langeweile.

„Nach Golde drängt. Am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!”, heißt es dann zum Abschluss des Theatertages. Der 10. Jahrgang präsentiert eine Szenencollage rund um die Scheinwelt des Theaters und Fausts Kästchenszene.