Von der Schuhfabrik zur Halde Hoheward

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An der Fritz-Winter-Gesamtschule wird das Miteinander in Europa gefördert: 16 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule nahmen jetzt ebenso viele Austauschgäste aus Barcelona am Ahlener Bahnhof in Empfang. Es war der Auftakt zu einer Woche in Ahlen, die unter dem Motto: „Gemeinsam statt gegeneinander“ stand.

 Und es war keine Begegnung zwischen Unbekannten. Im März dieses Jahres fand bereits ein Austausch in Barcelona statt, der von Marisol Bellonch und Beate Retkowski begleitet wurde. Die Freundschaften, die geknüpft wurden, sollten nun gefestigt werden und Sport und Kultur spielten dabei eine große Rolle.

So standen etwa am ersten Tag alle 32 Schülerinnen und Schüler pünktlich in Sportkleidung bereit, um Anita Medic, die auf Englisch und mit Hip-Hop-Musik den Takt angab, zu folgen. Es war ein buntes Durcheinander, doch die Jugendlichen waren begeistert. „Noch nie hat Unterricht so viel Spaß gemacht“, konnte man aus den Gesichtern der Jugendlichen lesen. Leider kann Englischunterricht nicht immer so ablaufen.

In Beckum auf der Wasserskianlage zeigte jeder auf dem Tuttenbrocksee, wie geschickt er das nasse Element bezwingen kann. Gastschülerin Carmen Juarranz Martínez konnte es nicht glauben, dass sie doch noch, in der allerletzten Runde, die Skier dazu bringen konnte, sie einmal über den See „schweben“ zu lassen.

Das Wochenende stand im Zeichen der Familie. Einigen Schülerinnen und Schülern war sogar der Weg nach Berlin nicht zu weit und so verbrachten sie das Wochenende mit ihren Gästen in der Hauptstadt.

Ein Ausflug in die „Hauptstadt“ Westfalens fehlte beim Austausch natürlich auch nicht und die Geschichte Münsters beeindruckte auch die spanischen Gäste. In der Ahlener „Schuhfabrik“ wurde das deutsch-spanische Schülerteam von Tobias Winopall auf Englisch in die Kunst des Improvisationstheaters eingewiesen. Theo Heming von der „Schuhfabrik“, die der Gesamtschule die Räume zur Verfügung gestellt hatte, war begeistert über das intensive Miteinander der Schülerinnen und Schüler. Dass die Gäste aus Barcelona kein Deutsch an ihrer Schule lernen und der größte Teil der Gesamtschüler auch erst in diesem Schuljahr Spanisch als Schulfach belegt, war bedeutungslos. Spanglish  schwebte in der Luft.

Im Bergbaumuseum Bochum stand die harte Arbeit unter Tage, beim anschließenden Besuch auf der Halde Hoheward in Herten der weite Blick über das Ruhrgebiet auf dem Programm.

Nach einem Empfang im Ahlener Rathaus und einem Vortrag von Ralf Grote vom Öffentlichkeitsservice der Stadtverwaltung traten die spanischen Gäste den Rückweg an. Und auch ein Streik französischer Fluglotsen konnte die Rückkehr in die Heimat nicht verzögern.