Waffeln backen für eine Ziege

FWGSinaye

Schule kann Brücken schlagen: Im Religionsunterricht der Klasse 6.2 der Fritz-Winter-Gesamtschule sogar bis in den Süden Afrikas. Was mit einer Unterrichtsreihe zum Thema „Kinderrechte“ begann, haben vier Schülerinnen jetzt zu ihrem Projekt für einen gleichaltrigen Jungen aus dem Swasiland ausgebaut. Ermutigt hat sie der Erfolg ihrer ersten Aktion: „Eine Ziege zu Weihnachten!“

 Die hat sich der elfjährige Sinaye, der in einem kleinen Dorf mit seiner Mutter, Oma und jüngeren Schwester wohnt, nämlich zu Weihnachten gewünscht. „Insgesamt leben nur fünf Familien dort und fast alles, was sie für ihr Leben brauchen, wird selbst hergestellt oder angebaut. Da ist der Wunsch nach einer Ziege schon zu verstehen“, erklärt Religionslehrerin Birgit Beckmannshagen, die über die Hilfsorganisation „World Vision“ den Kontakt nach Afrika hergestellt hat.

„World Vision“ versucht nach eigenen Angaben durch persönliche Patenschaften Kindern und ihren Familien direkte Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Durch regelmäßige Briefe wird der Kontakt zwischen Kindern und Unterstützern gepflegt.

Nachdem Birgit Beckmannshagen Sinayes Lebensumstände im Unterricht thematisiert hatte, wollten Milena Hylsky, Vivien Dasler, Joaline Groshek und Emely Hoffmann seinen Wunsch nach einer Ziege erfüllen und machten sich ans Werk. In den Pausen verkauften sie Waffeln und Kuchen und brachten schließlich – auch dank einiger Spenden – die Kaufsumme für die Ziege zusammen. „Es ist sogar noch etwas übrig geblieben, so dass wir noch weitere Dinge für Sinaye kaufen können“, freuen sich die vier Mädchen.

Sinaye hat im Februar Geburtstag, bis dahin soll eine weitere Back- oder Spendensammelaktion starten. Ein konkretes Ziel haben die vier Mädchen schon: „Wir möchten gern noch Moskitonetze kaufen.“

Auf dem Foto:

Milena Hylsky, Vivien Dasler, Joaline Groshek und Emely Hoffmann (v.l.)