Was macht das Pferd dort an der Schule?

Charlotte B., Jhrg. 8

„Was macht das Pferd dort an der Schule?“, diese Frage mögen sich jetzt einige Passanten vor der Fritz-Winter-Gesamtschule gestellt haben. Pferd und Reiterin waren Teil einer Inszenierung im Rahmen der Schulkulturtage. An sechs Tagen traf sich jeweils eine Klasse jeden Jahrgangs altersgemischt vor und auf der Bühne des Forums und präsentierte kulturelle Beiträge unterschiedlichster Art – vom bereits erwähnten Pferd bis zum Gummibärchen-Rap.

„Im Forum war an allen Tagen viel von der Kreativität und Begeisterungsfreude zu spüren, die die Kinder und Jugendlichen mitbringen. Das Programm war unterhaltsam und unglaublich vielfältig“, freut sich Jutta Maier, Kunst-Koordinatorin an der Gesamtschule.

Dass Tanz an allen Tagen eine Rolle gespielt hat, ist nicht verwunderlich, gibt es doch die aktive Dance-Company und Dance-Acadamy an der Schule. Inspiriert von „Romeo und Julia“ einen Schreittanz einzustudieren und zu dessen Tönen zu tanzen, war aber dann mal etwas ganz anderes.

Musikalisch waren die Klassen etwa als Chor mit dem Gummibärchen-Rap vertreten, doch bisweilen gab es auch unglaublich gesangssichere Solistinnen, die ihre Sache so gut machten, dass sie zum Abschluss wiederholt auf die Bühne geholt wurden.

Auch das Klavier im Forum kam an den Schulkulturtagen häufig zum Einsatz. Jutta Maier: „Ein Junge spielte so begnadet, dass sich eine Traube um das Klavier bildete, um ihn besser spielen zu hören und zu sehen.“

Beliebt bei vielen Klassen waren in diesem Jahr der „Cup-Song“ und die „Boomwhackers“ als gemeinsame Rhythmuspercussion. Sportlich, gelenkig und mit einem sicheren Gefühl für Präsentation kamen unterschiedliche akrobatische Einlagen daher. Andere Klassen setzten auf bekannte Fernsehformate und setzten sie in temperamentvolle Spiel um.

„Natürlich waren auch der Unterricht selbst und die Lehrer immer wieder Thema“, erzählt Jutta Maier. Neben unterschiedlichsten Adaptionen von Märchen sei aber auch ein Musical wie Sister-Act in Grundzügen nachgestellt und bespielt worden.

Beifall und als Anerkennung einen Oskar und für alle Klassenkameraden einen Smiley gab es dann auch für die von den Schülern für diesen Tag am besten bewertete Performance. „Einen Oskar für die Technik haben aber auch Lukas Grönefeld und Madeline Dinkelmann verdient“, erklärt Jutta Maier. Die beiden Oberstufenschüler sorgten an allen sechs Schulkulturtagen für Licht und Ton.