Wasser – ein alltägliches Wunder

FWG_Experimentalvortrag

Dass kein Leben ohne Wasser möglich ist, ist hinlänglich bekannt. Wasser betrifft unseren Lebensalltag aber noch in vielen weiteren Bereichen. Diese Phänomene und weiteres Wissenswertes stellte Dr. Gerhard Heywang im Rahmen eines Experimentalvortrages an der Fritz-Winter-Gesamtschule auf beeindruckende Weise vor.

„Hi Fans“ begrüßte der ehemalige Forscher der Bayer AG die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs Gesamtschule im Forum. Und dann ging es auch direkt los mit dem Vortrag. Vor sich hatte er auf einem mehrere Meter langem Tisch zahlreiche Experimente vorbereitet, die sich mit den Alltagsphänomenen von Wasser beschäftigen. Zunächst machte er den Schülerinnen und Schülern allerdings auf sehr anschauliche Weise deutlich, wie viel Wasser es überhaupt auf der Erde gibt. Wenn man das gesamte Wasser der Erde in einen Würfel fassen würde, hätte dieser eine Kantenlänge von 1180 km, also würde eine Seite etwa von Köln nach Rom und die andere von Köln etwa nach Warschau reichen. Jedoch seien mit 0,03 % nur der geringste Teil trinkbares Süßwasser.

Viel mehr als Daten und Fakten zu präsentieren, liegen Heywang jedoch die Veranschaulichung der Phänomene rund um das Wasser am Herzen. Mit seiner witzigen Art stellte er vor, wie man aus -12 °C kaltem Eis auf einfache Weise ein mit -18 °C noch kälteres Gemisch herstellen kann. „Die Lösung ist einfach“, so Heywang. „Man gibt zu dem Eiswasser einfach eine kleine Prise – Heywang schüttete direkt eine ganze 500g-Packung Kochsalz – zum Eis.“ Nach kurzer Zeit war diese Kältemischung deutlich abgekühlt, was er mit Hilfe einer Kamera und einem Beamer für alle sichtbar veranschaulichte.

Die Erklärung hierfür lieferte Heywang schülergerecht direkt mit: „Das Salz möchte sich im Wasser möglichst gut verteilen, da es eine große Unordnung liebt. Um sich lösen zu können, benötigt es jedoch Wärmeenergie und die nimmt es sich von dem Eis, das nun noch kälter wird.“

Als weiterem Schwerpunkt seines Vortrags widmete sich der passionierte Experimentator den physikalischen Eigenschaften von Wasser, nämlich der Oberflächenspannung. Diese ist so stark, dass eine Wassersäule selbst durch einen drei Millimeter breiten Spalt nicht hindurchströmt. Mit Hilfe eines weiteren Versuchs zeigte er, dass er damit sogar bis zu zwölf Wasserscheiben mit Hilfe jeweils eines einzigen Wassertropfens „verkleben“ kann (siehe Foto).

Chemielehrer René Poloczek freute sich besonders darüber, dass Gerhard Heywang mit seinem eindrucksvollen und abwechslungsreichen Vortrag dazu beitrug, das Thema „Wasser“, das zurzeit im Chemieunterricht des achten Jahrgangs unterrichtet wird, zu veranschaulichen und Interesse für die Naturwissenschaften bei den Schülerinnen und Schülern zu wecken.