Weltethosausstellung

ausstellung fwgIMG_1920„Weltreligionen – Weltfrieden –Weltethos“ ist der Titel einer beeindruckenden Ausstellung im Forum der Fritz-Winter-Gesamtschule. Vor einem großen Auditorium mit Landrat, Bürgermeister, Vertretern von Vereinen und Verbänden und Schülern ist sie am Montagabend eröffnet worden.

„Angesichts der aktuellen Problematik bezüglich der Terrormiliz Islamischer Staat, die auch an Ahlen nicht vorbeizieht, haben wir uns entschlossen, die aktualisierte Präsentation zu zeigen“, sagte Schulleiter Alois Brinkkötter in seiner Begrüßung.

Die Ausstellung werbe für eine weltweite Verständigung auf kulturübergreifende gemeinsame ethische Werte in allen Lebensbereichen: in Politik, Wirtschaft, Kultur, Schule und Alltag.

Brinkkötter richtete den Appell an alle, „Nein“ zur Gewalt zu sagen. Diesem Aufruf schloss sich Bürgermeister Benedikt Ruhmöller an. „Angesichts immer neuer Kriege und Gräueltaten in der Welt, auch gegen Religionen gerichtet, müssen wir Flagge zeigen“, forderte er. Die Reichspogromnacht vor 76 Jahren habe deutlich gemacht, dass es den Nazis mit der Verfolgung der Juden ernst war“, machte er deutlich. Die Ausstellung könne einen Beitrag zu Toleranz und Akzeptanz leisten und den Respekt gegenüber anderen fördern.

Landrat Dr. Olaf Gericke mahnte angesichts der Grausamkeiten den Dialog mit anderen Religionen an. „Toleranz muss die Grundlage für ein friedliches Miteinander sein“, erinnerte er an den Tisch der Religionen in der Wallfahrtsstadt Telgte und nannte ihn vorbildlich. „Sehen wir das Verbindende, nicht das Trennende“, sagte er.

Für das Lehrerkollegium stellte Margret Engels-Ende die Aufarbeitung der Ausstellung im Unterricht vor. Sie soll über die inhaltliche Arbeit der Fachschaften Evangelische Religion, Katholische Religion und Philosophie erfolgen.

Walter Lange von der Stiftung Weltethos führte in die Thematik ein und betonte: „Kein Frieden zwischen den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“ Mit der Vision für eine friedliche Welt stellte er Weltethos-Regeln vor, nach denen jeder menschlich behandelt werden, Ehrfurcht vor dem Leben haben muss, nicht verletzen, foltern und quälen darf, weder psychisch oder physisch.

Als große Gefahr bezeichnete er die Salafisten, die Kontakte zu Schulen aufnehmen und ihre Ideologie den Schülern näher zu bringen versuchen.